Bild: Pixabay; Montage: bento
Und sogar Trump freut sich.

Die USA, Kanada und Mexiko werden gemeinsam die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ausrichten. 

Das Trio setzte sich bei der Wahl durch den Fifa-Kongress am Mittwoch in Moskau durch. Damit geht Marokko leer aus – das afrikanische Land hatte sich ebenfalls als Austragungsort beworben.

Auch US-Präsident Donald Trump freut sich darüber. Am Mittwoch twittere, den Zuschlag zu bekommen, sei "harte Arbeit" gewesen:

An der Idee einer gemeinsamen WM hatte Trump jedoch keinen Anteil. USA, Kanada und Mexiko hatten sich als Team beworben, bevor er ins Amt kam. Mit den Regierungen von Mexiko und Kanada teilt Trump derzeit eher kein gutes Verhältnis. 

Die Spiele werden nun im Juni und Juli 2026 in Stadien aller drei Länder ausgetragen. Erstmals wird es zudem eine WM mit insgesamt 48 Teilnehmern.

Zuletzt fand eine Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in Nordamerika statt, damals nur in den USA. 

Und bevor es soweit, stehen noch andere Meisterschaften in anderen Ländern an: Am Donnerstag beginnt die WM in Russland, vier Jahre später, 2022, ist dann Katar Austragungsort der WM.

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Wegen Aquarius-Kritik: Italien bestellt französischen Botschafter ein
Jetzt will Spanien helfen.

Seit Sonntag treibt das Rettungsboot "Aquarius" mit ursprünglich 629 Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer. Sowohl Italien als auch Malta haben ihre Häfen gesperrt, wollen die Flüchtlinge nicht aufnehmen. 

Spanien hat sich schließlich dazu bereit erklärt, die Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Die "Aquarius" ist jetzt zusammen mit zwei italienischen Schiffen auf dem Weg nach Valencia – vier Tage lang die italienische und französische Küste entlang. 

Update Mittwoch, 13. Juni 2018: 

Inzwischen sind noch 106 Menschen an Bord der "Aquarius". Das Schiff hat – vermittelt durch die italienische Seenotrettungsleitstelle – am Dienstagabend insgesamt 523 Menschen an je ein Schiff der italienischen Küstenwache und eines der italienischen Marine übergeben, wie Ärzte ohne Grenzen berichtet. Die drei Schiffe sind derzeit gemeinsam auf dem Weg nach Spanien.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat derweil Italiens Regierung wegen ihrer Weigerung, die Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Aquarius" aufzunehmen, "Zynismus und Verantwortungslosigkeit" vorgeworfen. 

Er erinnert an das internationale Seefahrtsrecht, das vorschreibt "dass im Notfall die nahegelegenste Küstenregion eine Pflicht zur Aufnahme" von Flüchtlingen habe, sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux. (SPIEGEL ONLINE)

  • Die Antwort kam prompt: Rom hat Frankreichs Botschafter einbestellt und ihm klar gemacht, dass man "keine heuchlerischen Lektionen" brauche.

Am Freitag ist der Antrittsbesuch des neuen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte in Paris geplant. Er und Macron werden sicherlich einiges zu bereden haben.