Hier ist die entscheidende Szene im Video.

Es war ein hartes Spiel bei den US-Open: 35 Grad auf dem Platz, kein Schatten. Vor dem dritten Satz nutzte deshalb Tennisspielerin Johanna Larsson die Pause und verschwand kurz in der Kabine. Auch ihre Konkurrentin Alizé Cornet wechselte schnell ihr Outfit.

Doch dabei unterlief der 28-jährigen Französin ein Missgeschick

Als Alizé Cornet wieder auf den Platz kam, trug sie ihr Oberteil verkehrt herum. Kann passieren.

Die Weltranglisten-Einunddreißigste drehte sich also schnell um und drehte ihr Shirt richtig herum. Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, die Aufseher am Spielfeldrand verzogen keine Mine. 

Doch für den Schiedsrichter war das schon zu viel: Er verwarnte Cornet wegen "unsportlichen Verhaltens"

Die Begründung: Die Spielerin habe mit ihrem Shirt-Dreher gegen den Kodex des Tennisverbandes USTA verstoßen. 

Dort gab es tatsächlich bis gestern eine entsprechende Richtlinie – die allerdings in der Vergangenheit relativ frei ausgelegt wurde. So zeigen zahlreiche Bilder, wie Spieler problemlos ihr Oberteil auf dem Spielfeld wechseln. Für Männer war die Regel bislang also kein Problem.

Zahlreiche Tennis-Profis kritisierten die Verwarnung von Alizé Cornet deshalb mit deutlichen Worten. Judy Murray sagte, die Regel sei "sexistisch". Der australische Ex-Profi Casey Dellacqua nannte sie "lächerlich". (Independent)

Die Kritik zeigte Wirkung: Am Mittwoch teilte der Tennisverband USTA mit, dass man die Entscheidung des eigenen Schiedsrichters bereue. Die Regeln seien bereits angepasst worden. Die Verwarnung von Cornet wurde nachträglich annuliert – mit ihrer Aktion hat sie also zumindest die Regeln verändern können.

Sportlich half das der Französin wenig: Sie verlor in drei Sätzen und schied aus dem Turnier aus.



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