Bild: dpa/Angelika Warmuth

Wenn es nach Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, geht, dürfen die Spieler des Vereins in Zukunft nur noch Deutsch in der Kabine reden. "Die Sprache ist ein Bindeglied. Ansonsten gibt es Grüppchen", sagte Hoeneß in einem Interview mit "Sport Bild".

Damit nicht genug: Wenn sich Spieler gegen Hoeneß Vorstellungen von gelungener Integration sträuben, dann soll es Strafe geben. "Ein Spieler muss Deutsch lernen, das muss eine Vorschrift werden. Ansonsten muss er eben zahlen." (spox.com)

Hoeneß bemängelt, dass derzeit bei Bayern München "zu wenig Wert darauf gelegt" werde, dass sich die Spieler in deutscher Sprache verständigen. Denn ohne "kann sich ein Spieler auf Dauer nicht richtig bei uns integrieren", sagt Hoeneß.

Ein neuer Sportvorstand, für den auch Philipp Lahm im Gespräch ist, müsse das ganz genau kontrollieren und vorschreiben.

Ja genau, das sagt der Präsident eines Vereins, der sich im Ausland die erfolgreichsten Spieler der Welt zusammenkauft: Arturo Vidal, Rafinha, Renato Sanches, Douglas Costa, Franck Ribery, Xabi Alonso – Spanier, Chilenen, Franzosen, Portugiesen, Brasilianer. Sie bleiben teils nur wenige Jahre, wechseln dann wieder zum nächsten Team.

Der FC Bayern ist ein international agierendes Unternehmen, Fußball steht für Zusammenhalt, Vereine setzen sich gegen Diskriminierung ein, fördern Minderheiten – das alles passt mit Hoeneß Vorstellungen eher weniger zusammen.

Und eine Frage bleibt bei dem Wunsch nach Hochdeutsch übrigens offen: Soll die Sprachregelung auch für alle bayerischen Angestellten des Vereins gelten?

Fühlen

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