Das gefällt nicht jedem.

Mesut Özil und Ilkay Gündogan leben in Deutschland und spielen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Beide haben türkische Wurzeln. Nun haben sie in London den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen – nur gut einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in der Türkei.

Erdogan ist eigentlich für einen Besuch mit der britischen Premierministerin Theresa May und der Königin Elisabeth II. nach London gereist. Doch vor den politischen Treffen kamen die Fußballer zu Besuch. Mit dabei auch der deutsch-türkische Spieler Cenk Tosun. (Daily Mail)

Es gab Trikots und ein Lächeln für den Autokraten – auf Twitter teilte Erdogans Partei Bilder des Treffens:

Die Botschaft hinter den Fotos: Der türkische Präsident hat die volle Unterstützung der beliebten Fußballspieler. 

Das gefällt nicht jedem. In der Türkei regiert Erdogan mit voller Härte und baut das Land mehr und mehr in eine Autokratie um: 

  • Seit dem gescheiterten Putschversuch vom Sommer 2016 wird die Opposition in der Türkei immer stärker in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. 
  • Journalisten werden verhaftet, kritische Richter, Lehrer und Professoren abgesetzt. 
  • Die Rechte von Bürgern werden mehr und mehr beschnitten. Die EU wirft der Türkei einen "Negativtrend in Rechtsstaatlichkeit" vor. (bento)

Eigentlich hätten im November 2019 das nächste Mal Wahlen stattfinden sollen. Erdogan hat diese jedoch überraschend um anderthalb Jahre vorgezogen. Das Kalkül: Die Opposition hat so keine Zeit für einen Wahlkampf, Erdogan selbst kann mehr Macht schöpfen.

Auf Twitter kritisieren nun die ersten Beobachter, dass sich deutsche Nationalspieler von Erdogan einspannen lassen. 

Wenn Erdogan in Deutschland oft als "Diktator" gelte, dann hätten doch Menschen, die ihm die Hände schütteln, nichts in der Nationalelf verloren, so das Argument.

Was sagt die Fußballer selbst?

Zum Termin mit Erdogan haben sie sich bislang nicht geäußert. Sie hatten allerdings Trikots für Erdogan dabei. Auf Gündogans Trikot mit der Nummer 8 steht handschriftlich: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten." 

Gemeinsame Fotos mit Erdogan haben die Fußballer im Anschluss nicht geteilt. Lediglich Mesut Özil hat das Treffen für ein Foto genutzt mit – allerdings nur mit seinen Kollegen Gündogan und Tosun. Dass der türkische Präsident in der Nähe war, wird aus dem Post nicht ersichtlich:

Was denkst du?


Streaming

Beim nächsten "Black Panther" könnten die Frauen die Hauptrollen bekommen
Der Regisseur ist schon bereit.

Der Superheldenfilm "Black Panther" gehört zu den größten Kinoerfolgen des Jahres. In nur wenigen Wochen hat er mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt und zählt mittlerweile zu den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten (Box Office Mojo). 

Bisher hatten die Studiobosse immer auf weiße Superhelden gesetzt, doch der neue Comicheld war beim Publikum noch beliebter. Längst ist klar, dass "Black Panther" fortgesetzt wird – aber nun bringt Regisseur Ryan Coogler noch einen weiteren Film ins Spiel.

Wenn es nach ihm geht, gibt es bald einen Film, der die Frauen aus "Black Panther" in den Mittelpunkt stellt.