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Die 5 wichtigsten Zitate dazu

Fast ein Monat nach dem Rücktritt von Mesut Özil hat sich auch Mittelfeldspieler Toni Kroos dazu geäußert. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung sprach er über sein Verhältnis zu Özil, seine eigene Zukunft in der Nationalmannschaft und seine Einschätzung der wochenlangen Rassismus-Diskussion

Das sind die wichtigsten Aussagen zur Özil-Debatte:

Über seine persönliche Einschätzung von Mesut Özil, sagte Kroos:

Er sei ein "lieber Kerl".

Kroos kritisierte Özil aber deutlich für seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft:

Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung.

Im Juli hatte Özil in einer langen Erklärung dargestellt, warum er nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Er erhob darin Rassismus-Vorwürfe gegen den DFB und dessen Präsidenten Reinhard Grindel, die der Verband und Grindel selbst zurückwiesen. (bento

Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet.
Toni Kroos

Was meint Toni Kroos damit genau?

Obwohl Özil seine Rassismus-Vorwürfe nicht auf die Mannschaft bezogen hatte, wies der in Greifswald geborene Kroos sie zurück:

Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt.
Toni Kroos über Rassismus
Wir setzen uns ja immer wieder aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein. Mesut war dafür ein gutes Beispiel.

Und wie geht es mit Toni Kroos selbst in der Nationalelf weiter?

Er will seine Karriere fortsetzen – er brauche aber mehr Ruhephasen, das habe er auch dem Bundestrainer mitgeteilt. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM im Sommer habe er sich zuerst mit seiner Frau beraten, sagte Kroos. Sie sei die Erste gewesen, "die gesagt hat: 'Schatz, so kannst du nicht zurücktreten'". 

Auch sein Sohn "wollte unbedingt, dass ich für Deutschland weiterspiele".

Auch andere DFB-Spieler hatten sich davor schon zu Özils Rücktritt geäußert:

  • Thomas Müller warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft und sprach von einem "Scherbenhaufen" (bento).
  • Manuel Neuer kritisierte Özil dagegen deutlich und sagte, er wolle jetzt Spieler, die "wirklich stolz sind, für die Nationalmannschaft zu spielen" (bento).

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