Bild: Arte Tracks / Hit The Road

"In brenzligen Situationen sind wir einfach aus dem Fenster gesprungen": So erzählen die Freerunner und Parkour-Künstler der französischen Gruppe "Hit The Road" von ihrem Abenteuer. Sie waren in der Ukraine und haben sich Zutritt zur Sperrzone um den explodierten Atomreaktor Tschernobyl verschafft.

"Wir sind alle nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl geboren."
"Man muss da Nachts hin. Es gibt überall militärische Checkpoints."
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Den Beitrag über den illegalen Trip gibt es am Samstag um 0.50 Uhr bei Arte Tracks — und schon jetzt hier:

Außerdem in der Sendung
  • The Kills: die Indie-Wüstenrock-Helden sind zurück mit einem neuen Album – und verraten uns, wie gefährlich ihr Songwriting-Prozess ist.
  • Desire Will Set You Free: Der bunteste Berlin-Utopie-Film seit der Bar25-Doku. Mit Olivenöl-Glanz, Nazilesben-Charme und Cameos von Nina Hagen, Peaches, Rummelsnuff und Candy Ken!
  • Conscious War Games: Ballerspiele, die an das Gewissen appellieren? Wir waren auf dem Indie-Game-Festival A.Maze, und waren überrascht, dass da mehr als lahmes Moralaposteltum dahintersteckt.
  • Xiu Xiu spielen Twin Peaks: Im Rahmen des großen Twin Peaks-Comeback-Hypes hat die Depri-Truppe um Jamie Stewart den Soundtrack der Kultserie neu interpretiert. Wir waren bei der Aufführung im Neuköllner Krematorium dabei!
Noch mehr über Tschernobyl


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Die Heilsarmee lehnt eine Spende ab – und setzt damit ein Zeichen gegen Rassismus

Am 25. Mai ging bei der Heilsarmee die Spende eines gewissen Jürgen B. ein. Der Herr hatte genaue Vorstellungen davon, wem sein Geld zugute kommen sollte - und vor allem, wem nicht: "Spende fuer Deutsche, Spende nicht fuer musl. Imigranten oder Neger."

Für die Heilsarmee stellten sich zwei Fragen: Sollen wir das annehmen? Und sollen wir darauf reagieren?

Die erste Frage sei schnell beantwortet gewesen, sagt Andreas Quiring, Pressesprecher der Heilsarmee: "Die Entscheidung, das Geld zurückzugeben, war sofort gefallen." Wie hoch die Spende war, will Quiring nicht sagen. Das sei auch vollkommen unerheblich, "weil es ums Prinzip geht".

Die zweite Frage – nach dem Umgang mit der Sache – war schwieriger zu beantworten. "So etwas ist noch nie passiert", sagt Quiring. "Wir haben auch noch nie so einen krassen Verwendungszweck bekommen." Man entschied sich schließlich, Herrn B. einen Brief zu schreiben.