Bild: dpa/Aleksandra Bakmaz
Mehrheit der Bürger stimmt gegen eine Bewerbung

Hamburg wird sich nicht für Olympia 2024 bewerben. Das Referendum, das am Sonntagabend zu Ende ging, zeigt: Eine Mehrheit der Hamburger will nicht, dass ihre Stadt Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele wird. 51,6 Prozent stimmten gegen eine Bewerbung, 48,4 Prozent stimmten dafür. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) räumte die Niederlage der Olympia-Befürworter ein und erklärte, die Stadt werde sich nicht um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben. (Statistikamt, NDR, SPIEGEL ONLINE)

Um sich beim Olympischen Komitee (IOC) bewerben zu können, hätten zwei Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Eine Mehrheit der Wahlberechtigten hätte mit "Ja" stimmen müssen – und diese Mehrheit hätte aus mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten, also 259.833 Personen, bestehen müssen. (bento)

Wahlberechtigt waren circa 1,3 Millionen Hamburger. Etwa 40 Prozent hatten schon in den vergangenen Wochen per Briefwahl abgestimmt; am Sonntag konnten die Bürger ihre Stimme bis 18 Uhr persönlich in einem der Wahllokale abgeben. (bento)

Kieler stimmen für Segelwettbewerbe

Auch in Kiel fand am Sonntag eine Abstimmung zu Olympia statt: Dort hätten die Segelwettbewerbe ausgerichtet werden sollen. 65,6 Prozent der Kieler stimmten für Olympia in der eigenen Stadt, 34,4 Prozent dagegen. So lautet das vorläufige offizielle Endergebnis, das am Sonntagabend veröffentlicht wurde. Die Wahlbeteiligung in Kiel war mit 31,7 Prozent sehr niedrig. (NDR)

Damit bewerben sich jetzt nur noch vier Städte um die Olympischen Spiele 2024: Los Angeles, Rom, Paris und Budapest. Das Olympische Komitee will 2017 über die Vergabe der Spiele entscheiden. (bento)


Die Reaktionen auf das Ergebnis sind gemischt:
Argumente für und gegen Olympia in Hamburg findest du hier.