"Ambi...Anmi...Anbinationen...Ambitionen"

Um ausgiebig zu feiern, muss man bei Olympia kein Gold gewonnen haben. Bronze reicht völlig. Wie das aussehen kann, zeigte Sonntagnacht die deutsche Handballnationalmannschaft. Das noch junge Team hätte zwar beinahe um Gold gekämpft, aber auch der dritte Platz war ein großer Erfolg.

Bevor die Handballer im ZDF-Studio in Rio die Fragen von Moderator Rudi Cerne beantworteten, hatten sie schon das ein oder andere Bier getrunken. Zumindest wiesen das Lallen, Nuscheln und die Versprecher darauf hin.

So schön feiert die Nationalmannschaft Bronze:
Torwart Silvio Heinevetter brachte Hendrik Pekeler auf einer Sackkarre ins Studio. Ganz schön wackelig, aber die wilde Fahrt ging noch einmal gut.
Frage von Cerne an den Kapitän: "Uwe Gensheimer, können wir noch reden? Sie sind schon lange unterwegs, haben schon gut getankt, glaub ich?"
Antwort: "Wir haben gesagt, wir müssen bis 17 Uhr durchhalten, das haben wir bis jetzt geschafft. Danach ist Freilaufen."
Torhüter Andreas Wolff fielen fast die Augen zu und so richtig versteht man ihn auch gar nicht.
Es soll vermutlich heißen: "Wenn du mit einer Medaille nach Hause kommst, hast du alles richtig gemacht."
Was hat denn Finn Lemke um den Hals? Ein schweres Kettenschloss. Was hat es damit auf sich?
"Ich bin heute leider nur der Sklave von Oliver Roggisch (dem Team-Manager)...
...Ich muss alles machen, was er sagt. Und er hat gesagt, ich darf einfach keinen Kommentare geben."
Wie heißt dieses Wort noch einmal? Tobias Reichmann ist sich nicht ganz sicher: "Wir sind hier auch mit Ambi...Anmi...Anbinationen...Ambitionen hingereist."
Die Reaktion des Teams auf den Versprecher:
1/12
Und hier die komplette Party:

Best of Olympia


Queer

Hande Kader: LGBT-Community in der Türkei trauert um getötete Aktivistin

"Lasst uns um unser Überleben kämpfen" – diesen Spruch haben am Sonntag rund 200 Demonstranten in Istanbul gerufen. Sie trauerten um Hande Kader, eine Ikone der türkischen LGBT-Szene. (SPIEGEL ONLINE)

Die Demonstranten haben Angst: Immer wieder kommt es in der Türkei zu Übergriffen auf Schwule, Lesben und Transsexuelle. Die Verbrechen werden oft nicht aufgeklärt, Täter kommen davon. Der Fall Hande Kader ist das jüngste Beispiel. Die wichtigsten Hintergründe:

Wer war Hande Kader?

Kader arbeitete als transsexuelle Sexarbeiterin in Istanbul und wurde nur 23 Jahre alt. Sie engagierte sich für die LGBT-Szene. (BBC)