Bild: dpa/Screenshot/bento
Just do it!

Sie wollten, dass er entlassen wird. Donald Trump nannte ihn und seine Mitstreiter "Hurensöhne". Und alles nur, weil sie sich während der Nationalhymne aus Protest gegen Polizeigewalt hinknieten. Doch Colin Kaepernick blieb bei seiner klaren Haltung gegen Rassismus – selbst dann noch, als ihn kein neuer NFL-Klub unter Vertrag nehmen wollte. 

Seit kurzem ist der 30-jährige Footballspieler jetzt das Gesicht einer neuen Nike-Kampagne. Und wieder gibt es Gegenwind. Die einen werfen dem Konzern vor, das Engagement eines Sportlers für Turnschuh-Werbung zu missbrauchen. Die anderen kritisieren, dass die Kampagne viel zu politisch und radikal sei. (bento)

Doch anders, als von vielen Kritikern erhofft, ist die Werbekampagne für Nike bislang kein Boomerang – ganz im Gegenteil:

Zehn Tage nach dem Start der Kampagne erreichte der Aktienkurs von Nike einen neuen Rekordwert.

Ende der vergangenen Woche erreichte die Aktie des Unternehmens zeitweise einen Wert von 83.90 US-Dollar – so viel wie noch nie in diesem Jahr. Dem Sender CNBC zufolge stieg der Kurs nach Ansicht von Börsenexperten nicht trotz der Werbung mit Colin Kaepernick, sondern gerade deshalb.

Sollte das stimmen, wäre es eine klare Antwort an alle Kritiker, die sich das Gegenteil erhofft hatten. 

Laut einer Umfrage unterstützen vor allem junge Menschen die Kamapgne

Wie die US-Amerikaner tatsächlich über die Werbeaktion denken, zeigt eine Umfrage, über die der Nachrichtensender CNN berichtete. Demnach unterstützen 44 Prozent der 18- bis 34-jährigen Befragten die kontroverse Kampagne von Nike. Unter den Über-65-Jährigen waren es dagegen nur 26 Prozent. 

Doch für Nike sind die jüngeren Kunden weitaus wichtiger – laut CNN sind zwei Drittel der Nike-Kundschaft unter 35 Jahre alt.

Für die USA könnten am Ende diese Zahlen vermutlich noch wichtiger sein als der Aktienkurs eines Sportartikel-Herstellers. Am 6. November sind Midterm-Elections. 


Food

Mann schmeckt sein Burger nicht – und ruft deshalb die Polizei
Kann man machen.

Es gibt so Momente im Leben, da weiß man nicht mehr weiter. Der gerade aufgebaute Ikea-Schrank fällt in sich zusammen. Der Türsteher will einen einfach nicht in den Club lassen. Man packt den lauwarmen McDonald's-Burger aus dem labbrigen Papier – und er schmeckt einfach überhaupt gar nicht.