Bild: AAP/Dean Lewis
Die sechs wichtigsten Zitate aus dem CNN-Interview

Der Rekord-Olympiasieger Michael Phelps hat in einem Interview mit CNN über seine Depressionen gesprochen. Seit 2014 geht der Schwimmerprofi offen mit seinen Erfahrungen um – nun möchte er auch anderen Menschen helfen.

Das sind seine wichtigsten Aussagen: 

In dem Interview erzählt er, wie schwer es für ihn anfangs war, sich anderen Menschen zu öffnen: 

"Ich fühle mich wohl damit, mit meiner Frau darüber zu sprechen. Und ich fühle mich wohl damit, mit einem Therapeuten zu sprechen. Aber am Anfang war das nicht so."
"Es gab eine Zeit in meinem Leben, da wollte ich nicht mehr leben."

2014 hatte Phelps erstmals öffentlich über seine Erkrankung gesprochen. Im selben Jahr war er vom US-Verband wegen einer Alkoholfahrt für ein halbes Jahr gesperrt worden. 

Erst vor wenigen Wochen habe er eine depressive Phase gehabt. Er erzählt, dass seine Depressionen ihn sein ganzes Leben begleiten werden:

"Das wird in meinem Leben immer wieder vorkommen. Aber ich kann dabei mehr über mich selbst lernen. Und verstehen, wieso ich diese Sachen durchmache."

Seinen Tiefpunkt erlebte er nach Olympia 2012 in London, als er zum ersten Mal seinen Rücktritt erklärt hatte. Seitdem habe er therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Die habe ihm geholfen: 

"Ich wollte anfangs nicht zu einem Therapeuten. Aber als ich es einmal gemacht habe, habe ich mich viel besser und gesünder gefühlt. Ich habe so viel über mich selbst gelernt, das ich noch nicht wusste." 

"Ich mag die Person, die ich heute bin. Und ich bin mit mir zufrieden. Das konnte ich vor einigen Jahren nicht sagen."

Neben der therapeutische Hilfe ist er auch seiner Frau dankbar:

"Meine Frau ist alles für mich. Sie ist mein Fels und hilft mir durch den Alltag. Ohne sie wäre ich nicht der, der ich bin."

Mittlerweile ist Phelps der Sprecher von TalkSpace, einer Firma, die Online-Therapien anbietet. Er will mehr Bewusstsein für Depressionen und andere psychische Krankheiten schaffen. Sein Ziel ist es, weiterhin offen über seine Geschichte zu sprechen, um anderen Mut zu machen:

"Ich möchte etwas bewegen und versuchen, so viele Leben zu retten wie möglich. Das ist für mich wichtiger als eine Goldmedaille zu gewinne."

Informationen und Hilfe für Betroffene und Angehörige

  • Wissen, Selbsttest und Adressen um das Thema Depression gibt es auf der Webseite www.deutsche-depressionshilfe.de.
  • Das deutschlandweite Info-Telefon Depression: 0800 33 44 5 33 (kostenfrei)
  • Ein fachlich moderiertes Online-Forum zum Erfahrungsaustausch für Angehörige und Betroffene findest du hier: www.diskussionsforum-depression.de.
  • Hilfe und Beratung bekommst du auch bei den sozialpsychiatrischen Diensten der Gesundheitsämter in den Gemeinden.
  • Beratung und Austausch für Angehörige bietet der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker an: www.bapk.de.

Mit Material von dpa


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