Bild: Guido Bergmann/Bundespresseamt
Dieses Mal mit dem deutschen.

Vor wenigen Tagen zeigten sich die Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan an der Seite des türkischen Präsidenten. In London überreichten sie Recep Tayyip Erdogan Trikots und posierten für Wahlkampffotos. (bento)

Viele Deutsche kritisierten das. Sie finden: Spieler der Nationalelf sollten keine Werbung für einen Autokraten machen.

Nun zeigen Özil und Gündogan Reue – und treten mit dem deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier auf.

Özil und Gündogan hätten um ein Gespräch gebeten, sagte Steinmeier. Der Bundespräsident lud daraufhin beide nach Berlin in seinen Amtssitz Schloss Bellevue. Dort sprach er mit den Fußballern über Identität, Heimat und Fußball, wie er nun auf Facebook schreibt. 

Demnach sei es beiden wichtig gewesen, "entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen". Einem WM-Sieg stehe nun nichts mehr im Wege, schrieb Steinmeier außerdem.

Nach dem Treffen gab es ein Foto. Ohne Trikots und Siegerlächeln, eher nachdenklich und bedächtig. 

Dieses hier:

Ilkay Gündogan und Mesut Özil haben den Wunsch geäußert, mich zu besuchen. Beiden war es wichtig, entstandene...

Gepostet von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag, 19. Mai 2018


Steinmeier schrieb dazu, das Gespräch mit Özil und Gündogan sei gut verlaufen. Sie hätten sowohl ihre türkischen Wurzeln als auch ihre deutsche Heimat betont – Mesut Özil sagte:

Ich bin hier aufgewachsen und stehe zu meinem Land.
Mesut Özil

Dass ein Mensch mehrere Identitäten in sich vereinen kann, betonte dann auch Steinmeier selbst. Und nahm Bezug auf einer seiner früheren Reden:

Heimat gibt es auch im Plural. Ein Mensch kann mehr als eine Heimat haben und neue Heimat finden.
Frank-Walter Steinmeier

Neben dem Treffen mit Steinmeier haben die beiden Nationalspieler auch ein klärendes Gespräch mit der DFB-Spitze geführt. 

Daran nahmen unter anderem Bundestrainer Joachim Löw, Manager Oliver Bierhoff und der DFB-Präsident Reinhard Grindel teil. "Es verdient Respekt und Anerkennung, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan persönlich die Irritationen ausräumen wollten", betonte Grindel. (SPIEGEL ONLINE)


Art

7 überraschend andere Comic-Helden, die wir uns im Kino wünschen
Nicht nur die Kostüme können bunt sein!

Das Kino ist derzeit voller Helden. Und ein Ende ist (derzeit) noch lange nicht in Sicht. Seit einigen Jahren schon bauen die Comic-Verlage Marvel und DC eigene Kino-Universen auf, in denen sie ihre bekanntesten Superhelden mal mit-, mal gegeneinander kämpfen lassen. 

Allerdings sind viele dieser Helden: weiß, männlich, heterosexuell. 

Egal, ob Batman und Superman auf der einen Seite oder Iron Man, Captain America und Thor auf der anderen – Diversität gibt es bei den Kino-Epen nur wenig.