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Die Athleten fordern Milliarden.

Was ist passiert?

Am heutigen Mittwoch treffen sich in der Zentrale des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne sechs deutsche Athletenvertreter mit dem IOC-Präsidenten Thomas Bach. Die Sportler möchten die Athletenförderung revolutionieren, da es für viele Profis olympischer Sportarten immer noch schwierig ist, von den Wettkämpfen zu leben. 

"Es sollte mehr Respekt herrschen gegenüber den Athleten und deren Leistungen. Sie sind vor Ort, sie liefern die Bilder", sagt Athletensprecher und Fecht-Europameister Max Hartung im Vorfeld des Treffens. 

Jene Bilder, an denen das IOC Milliarden Euro verdient, sollen nun jedoch auch den Athleten zugutekommen. Gibt es keine Einigung, drohen die Sportler sogar mit einem Streik. (n-tv)

Was fordern die Athleten genau?

25 Prozent aller IOC-Einnahmen sollen in einem olympischen Zyklus (alle vier Jahre) direkt an die Sportler, zehn Prozent ohne Umwege an die Welt-Anti-Doping-Agentur "WADA" fließen. Das ergibt auf Grundlage der aktuellen IOC-Einnahmen aus Übertragungs- und Vermarktungsrechten in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro für diesen Olympiazyklus 1,75 Milliarden Euro. Etliche internationale Sportler wollten die deutsche Delegation bei ihrem Treffen unterstützen, dies lehnte Bach jedoch ab.

Wie reagiert das IOC?

Angeblich gehen mehr als 90 Prozent aller IOC-Einnahmen im Rahmen des "Olympic Solidarity"-Programms an die weltweit 206 Nationalen Olympischen Komitees. Max Hartung übt allerdings Kritik an dem undurchsichtigem Modell: "Wir Sportler verstehen dieses Solidaritätsmodell, das Athleten aus ärmeren Ländern hilft – bei dem es in internationalen Verbänden aber auch Korruption und Misswirtschaft gibt und das Geld manchmal nicht bei denen ankommt, die es verdienen."

Unterdessen muss sich das IOC auch noch einer Klage des Bundeskartellamtes stellen. Die Behörde hatte nach den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 ein Verfahren gegen das IOC und den deutschen Ableger DOSB eingeleitet, da sie die Exklusivrechte milliardenschwerer Sponsoren für Olympia schützen wollen.


Gerechtigkeit

Warum nicht die BVG die Bösen sind, wenn sie keine Obdachlosen mehr im Bahnhof schlafen lassen

Der Winter ist für Menschen ohne Dach über dem Kopf eine gefährliche Zeit. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ließen deshalb in der kalten Jahreszeit immer mindestens zwei Bahnhöfe durchgehend geöffnet, damit Obdachlose dort Schutz finden können. Doch damit soll nun womöglich Schluss sein. Ob die Bahnhöfe tatsächlich im Winter dichtgemacht werden, diskutiert die BVG gerade gemeinsam mit dem Senat. (bento)

Die Menschen reagierten auf diese Nachricht empört, über die BVG brach ein mittelgroßer Shitstorm herein. 

Zu Unrecht.