Bild: Uncredited/Pool Presdential Press Service/AP/dpa
Und wie das mit dem Respekt ist.

Gemeinsam mit mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatten sich die beiden deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan bei einem Treffen in London ablichten lassen und sind dafür kritisiert worden (bento). 

Gündogan weist die Kritik jetzt zurück: Das Treffen sei kein politisches Statement gewesen.

In gut einem Monat sind Präsidentschaftswahlen in der Türkei – deshalb äußerte sich auch DFB-Chef Reinhard Grindel unverständlich: Beide hätten sich für ein Wahlkampfmanöver "missbrauchen lassen". Und Teammanager Oliver Bierhoff kündigte bereits eine Aussprache mit Özil und Gündogan an. (SPIEGEL ONLINE)

Was sagt Gündogan jetzt?

Für ihn sei mit dem Auftritt keine politische Botschaft verbunden gewesen, teilte Ilkay Gündogan mit: "Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkapf zu machen." Als deutsche Nationalspieler bekenne er sich ebenso wie Özil zu den Werten des DFB. Und: "Fußball ist unser Leben, nicht die Politik."

Gündogan betonte, dass er und Özil "aus Rücksicht vor den derzeitig schwierigen Beziehungen unserer beiden Länder" nicht über das Treffen mit Erdogan in den sozialen Medien gepostet hätten: 

"Aber sollen wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln – auch als deutsche Staatsbürger – für die Geste der Höflichkeit entschieden."

Gibt es jetzt Konsequenzen für die beiden Fußballer?

Am Dienstag will Bundestrainer Joachim Löw das vorläufige Aufgebot für die WM in Russland bekannt geben – doch trotz aller Kritik hält der DFB wohl fest an Özil und Gündogan: "Ich habe nach wie vor überhaupt keine Zweifel an Mesuts und Ilkays klarem Bekenntnis, für die deutsche Nationalmannschaft spielen zu wollen und sich mit unseren Werten zu identifzieren", sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Kritik hatte es zuvor auch aus der Politik gegeben: Cem Özdemir von den Grünen sagte, er erwarte, dass sich beide von Erdogan distanzierten. Sie hätten sich "hergegeben für eine billige Propagandashow für einen Despoten, für einen autoritären Herrscher".


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