Bild: dpa / Ina Fassbender
Die 5 wichtigsten Aussagen des deutschen Nationalspielers

Es war in den letzten zwei Monaten sehr ruhig um den Fußballnationalspieler Ilkay Gündogan. Am Montag äußerte sich Gündogan nun zum ersten Mal wieder öffentlich und sprach unter anderem über den Rassismusvorwurf in der Nationalmannschaft und über den Rücktritt von Teamkollegen Mesut Özil nach der Erdogan-Affäre. (Berliner Morgenpost)

Das sind die fünf wichtigsten Aussagen Gündogans:

1

Er bleibt in der Nationalmannschaft.

Nach der Kritik an den gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan habe Gündogan – anders als Mesut Özil – nicht an einen Rücktritt gedacht. Nachdem er von Fußballfans ausgepfiffen und von Politikern beleidigt wurde, habe er aber Sorge gehabt, ob er jemals wieder so in der Nationalmannschaft spielen könne, wie zuvor. 

Gündogan wolle sich aber der Situation stellen, er betont: 

Ich bin nach wie vor stolz, für Deutschland aufzulaufen. Falls ich nominiert werden sollte, dann sehe ich keinen Grund, nicht weiterzumachen. ​

Auf Instagram hatte der Fußballnationalspieler zuvor bereits angedeutet, in der DFB-Elf bleiben zu wollen. (bento)

2

Die Grenze zum Rassismus wurde nach den Erdogan-Fotos aus Gündogans Sicht überschritten. 

Gündogan sei nicht der Meinung, dass die Deutschen per se rassistisch sind. Es habe aber Menschen gegeben, die seines Erachtens nach die Erdogan-Bilder politisch genutzt haben – an dieser Stelle sei die Rassismusgrenze überschritten worden. 

Vom DFB habe er sich aber durchaus mehr Unterstützung gewünscht: Es habe zwar Gespräche über die Kritik an Özil und ihm innerhalb der Mannschaft gegeben, insgesamt glaube er aber, "dass man mit der Situation besser hätte umgehen können."

3

Er bedauert Mesut Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Özils Rücktritt sei ein Verlust für die deutsche Nationalelf, Gündogans Weg im Fußball wurde durch ihn geebnet. Ilkay Gündogan habe aber eine andere Persönlichkeit und "hätte es deshalb anders gemacht". 

4

Es gab seiner Ansicht nach keinen Rassismus in der DFB-Elf.

Es soll Grüppchenbildungen innerhalb der Nationalmannschaft gegeben haben, eine Gruppe soll sich "Kanaken" genannt haben. (SPIEGEL) Die Spieler sollen sich tatsächlich auf diese Art und Weise über Instagram-Posts lustig gemacht haben. Gündogan sehe das aber nicht als Rassismus: 

Das war aber jederzeit immer nur als Spaß zu verstehen und hatte definitiv auch nichts mit Rassismus zu tun!

Insgesamt wünsche er sich, dass der Sport wieder mehr in den Vordergrund rückt, vor allem nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft. 

5

Das Länderspiel gegen Frankreich könnte seine Reifeprüfung werden.

Deutschland spielt am 6. September in München gegen Frankreich. Ilkay Gündogan hoffe, dass er immer noch in der Nationalmannschaft und auf dem Spielfeld offen empfangen werde, ohne Pfiffe oder weitere Kritik. 

Und dann hoffe ich, dass es im Stadion keine Pfiffe gegen mich geben wird. Wenn doch, dann muss ich mich dem stellen. Dann ist das eben meine Reifeprüfung. Ich kann aber versprechen, dass ich mein Bestes geben werde.

Ob Ilkay Gündogan das Spiel am 6. September gegen Frankreich und am 9. September gegen Peru bestreiten wird, ist noch unklar. Bundestrainer Jogi Löw wird den Kader am 30. August nominieren. (SPIEGEL ONLINE)


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