Bild: privat
Es gibt allerdings eine Bedingung.

Ein Fußballspiel, bei dem nur das eine Team spielt – während die Spielerinnen der anderen Mannschaft einfach stehen bleiben. Mit dieser Aktion protestierte die 2. Damenmannschaft von Holstein Kiel am Wochenende gegen ihren Verein. Denn der hatte kurz zuvor entschieden, sich von seinen Damenteams zu trennen. (bento)

Der Protest zeigt nun offenbar Wirkung: Holstein Kiel entschied sich um, am Dienstagabend unterbreitete der Verein den Trainern der Frauenmannschaften ein Angebot, dass diese doch im Verein bleiben können.

Was war passiert?

Am Freitag hatte der Verein bekanntgegeben, dass die Frauenmannschaften nicht mehr länger Teil von Holstein Kiel sein, sondern an den VfB Kiel abgegeben werden sollten. Der Grund: Man wolle sich "ganz der Arbeit im Herrenbereich und im männlichen Nachwuchs zu widmen". Denn die Männermannschaft hat derzeit gute Chancen, in die Bundesliga aufzusteigen. 

Das Geld, das für die Frauenabteilung ausgegeben wird, sollte deshalb lieber in die Förderung der Männer fließen. Die Spielerinnen selbst wurden dabei nicht gefragt – sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.

Nicht nur von ihnen, sondern auch aus Politik und dem Netz kam viel Kritik für die Entscheidung von Holstein Kiel. Auf die reagiert der Verein jetzt: Die drei betroffenen Teams sollen doch weiter im Verein spielen dürfen – unter der Bedingung, dass die Damenmannschaften in Zukunft stärker vermarktet werden. 

Weil die Damenteams bisher kaum Geld mit Vermarktung machen, habe der Verein jährlich 100.000 Euro investieren müssen. In Zusammenarbeit mit mit dem Verein soll nun die Frauenabteilung darauf hinarbeiten, den Spielbetrieb in Zukunft selbst zu finanzieren. (Kieler Nachrichten)

Ob die Damenteams sich auf dieses Angebot einlassen, ist bisher nicht bekannt. Holstein-Präsident Steffen Schneekloth bestätigte gegenüber den Kieler Nachrichten nur, dass der Verein auf die Frauen zugehe und man gemeinsam nach Lösungen suche.

Nachdem jedoch sogar der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther Holstein Kiel aufgefordert hatte, die Mannschaften im Verein zu behalten, ist es wahrscheinlich, dass der Verein an einer Einigung interessiert ist. Damit auf den Plätzen wieder gespielt – und nicht mehr gestanden wird.


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Kanye West hat gerade gesagt, Sklaverei sei eine Wahl gewesen

Eben erst hat Kanye West eine Liebeserklärung an Donald Trump getwittert und damit Kritik von Fans geernet (bento), jetzt hat der Rapper eine neue Kontroverse ausgelöst: Bei einem Interview mit dem Klatschportal "TMZ" sagte er, Sklaverei sei wohl eine "Wahl" gewesen. Um dieses Zitat geht es: