Bild: Deutscher Quidditchbund/ Nick van Klaveren

Quidditch – das Besen-Ballspiel aus der Welt von Harry Potter ist schon lange Wirklichkeit. Jetzt auch in Deutschland: Am Sonntag startete die erste deutsche Quidditch-Liga (WDR).

In insgesamt sechs Regionalligen werden bundesweit nach und nach 18 Mannschaften gegeneinander antreten. Zum Auftakt spielten die "Münster Marauders" gegen die "Ruhr Phönixe". In einem zweiten Spiel trafen die "Rheinos" aus Bonn auf die "Bielefelder Basilisken".

Das sind alle deutschen Quidditch-Mannschaften:
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Zunächst fand Quidditch nur zwischen den Buchdeckeln bei "Harry Potter" statt. 2005 spielten Studenten in Middleburry, USA erstmals eine reale Version – wenn auch ohne fliegende Besen. Seit 2012 gibt es deutsche Teams, die an Turnieren teilnehmen.

Wie soll das funktionieren, Quidditch ohne Besen?

Von den sieben Spielern jedes Teams passen sich jeweils drei Jäger den Quaffel (hier ein Volleyball) zu, um einen der drei Ringe der gegnerischen Mannschaft zu treffen. Der Hüter verteidigt diese. Zwei Treiber versuchen die gegnerischen Spieler mit Datschern (Dodgebälle) abzuwerfen und somit auszuknocken.

Nach 17 Minuten kommt der goldene Schnatz hinzu – gebastelt aus einem Tennisball in einer Socke. Wer ihn fängt, beendet das Spiel. Der Clou: Die Spieler müssen während der gesamten Spielzeit "den Besen" zwischen den Beinen behalten.

(Bild: Deutscher Quidditchbund/ Juliane Schillinger)
Ist die Quidditch-Liga so eine "Hardcore-Harry-Potter-Fan-Sache"?

Für die Spieler stehe der Sport im Vordergrund, sagt Juliane Schillinger vom Deutschen Quidditchbund zu bento. "Die Verbindung zu Harry Potter spielt keine Rolle mehr." Entsprechend gebe es in den Teams genauso Fans der Bücher wie jene, die sich noch nie mit der Zauberwelt beschäftigt hätten.

(Bild: Deutscher Quidditchbund/ Juliane Schillinger)

Quidditch sei eine Mischung aus Rugby, Football und Handball – also knallharter Sport. Aber auch Juliane Schillinger gibt zu, dass "ein Sport, bei dem Spielerinnen und Spieler mit einem Stock zwischen den Beinen übers Feld rennen, erstmal skeptische und neugierige Blicke erzeugt". Trotzdem seien Personen, die sich genauer mit dem Sport auseinander setzen, in den allermeisten Fällen sehr offen für die Idee.

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