Bild: Federico Gambarini/dpa
Vielleicht wird's ja Brasilien...?

Wenn Deutschland den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland schaffen sollte, wer wären die möglichen Gegner? Und sind es starke Gegner? Das haben wir uns genauer angeguckt. 

Wie sieht es in Gruppe E gerade aus?

Deutschland ist in der Vorrunde in Gruppe F. Im Achtelfinale würde die deutsche Elf also auf einen Gegner aus der Gruppe E treffen. Die besteht aus den Nationalteams der Schweiz, Serbien, Brasilien und Costa Rica, wobei letztere mit derzeit null Punkten sicher nicht ins Achtelfinale einziehen werden. 

Zwischen den anderen drei Teams in Gruppe E ist es allerdings ähnlich kompliziert, wie derzeit in Gruppe F (ausführlich bei SPIEGEL ONLINE). 

Die Entscheidung, wer Gruppenerster, -zweiter und -dritter wird, fällt am Mittwochabend, wenn die Teams aus Gruppe E um 20 Uhr (also nach Ende der Spiele der Deutschland-Gruppe) gegeneinander antreten: Schweiz gegen Costa Rica und Brasilien gegen Serbien.

Der Gruppenerste trifft im Achtelfinale jeweils auf den Zweiten der anderen Gruppe. Die Dritt- und Viertplatzierten der Gruppen sind jeweils raus.

Wann wäre das Achtelfinale mit Deutschland?

Das kommt darauf an, welchen Platz Deutschland innerhalb der Gruppe F macht. Wenn Deutschland den ersten oder zweiten Platz in der Gruppe macht und ins Achtelfinale einzieht, wird das nächste Deutschlandspiel auf jeden Fall wieder um 16 Uhr nachmittags stattfinden:

  • Sieger Gruppe E vs. Zweiter Gruppe F: Montag, 2. Juli 2018, 16 Uhr
  • Sieger Gruppe F vs. Zweiter Gruppe E: Dienstag, 3. Juli 2018, 16 Uhr

Achtelfinale-Gegner 1: Deutschland gegen Brasilien

Bei vielen klingelt gleich ein freudiges "7:1" in den Ohren, wenn sie "Deutschland gegen Brasilien" hören, seit das WM-Halbfinale 2014 mit eben diesem Endstand ausging. Doch das ist vier Jahre her und muss gar nichts heißen. 

Die brasilianische Nationalmannschaft ist ein starkes Team – wobei das Wort "Team" nicht so richtig passt. Denn in dieser Mannschaft steht ein einzelner Star im Mittelpunkt: Neymar. 2014 fehlte er wegen einer Verletzung auf dem Platz, 2018 könnte er der deutschen Mannschaft gefährlich werden.  

Zusätzlich wollen die Brasilianer nach der 7:1-Niederlage eine Revanche. Auch wenn sich Coach Tite nach eigenem Bekunden laut dpa nicht mehr damit beschäftigt: "Wir dürfen nicht daran denken. Und wir denken nicht daran, das kann ich versichern."

Falls es zu diesem Szenario kommt, hier das passende Trinkspiel:

Achtelfinale-Gegner 2: Deutschland gegen die Schweiz

Bisher spielten die Schweizer bei der Fußball-WM in Russland sehr stark, gegen Brasilien holten sie ein Unentschieden, gegen Serbien gewannen sie 2:1. Aktuell hat das Team wie Brasilien 4 Punkte.  (SPIEGEL ONLINE)

Auch schon vor der WM war das Nationalteam sehr erfolgreich. In lediglich einem ihrer vergangenen 19 Spiele erzielten sie kein Tor. (Welt

Achtelfinale-Gegner 3: Deutschland gegen Serbien

Mladen Krstajic, der Trainer der serbischen Nationalmannschaft, spielte selbst neun Jahre in der deutschen Bundesliga, beim FC Schalke 04 und bei Werder Bremen. Er kennt also deutschen Fußball. 

Und Apropos deutscher Fußball: Darauf scheinen die Serben gerade nicht so gut zu sprechen zu sein. Nach dem Spiel Schweiz gegen Serbien beschwerte sich Krstajic über den deutschen Schiedsrichter Felix Brych: "Ich würde ihn nach Den Haag schicken", sagte er in Anspielung auf den Sitz des Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien. "Dort sollte ihm so der Prozess gemacht werden, wie sie uns (im Spiel) den Prozess gemacht haben." (SPIEGEL ONLINE) Dafür musste der Serbien-Trainer eine Strafe zahlen.

Im Spiel sind die Serben stark, in direkten Eins-zu-eins-Duellen kämpferisch, stehen aber oft nicht eng genug, wodurch sie den deutschen Spielern Angriffsräume bieten können. (Welt


Fühlen

Wie ich zur Endgegnerin der Deutschland-Fans wurde
Eigentlich war mir Fußball egal...

Es ist der 3. Juli 2010, in Südafrika läuft das Viertelfinale der Fußball-WM, Deutschland schlägt Argentinien mit 4:0. 13.000 Kilometer entfernt steigt mein Abiball – und ich habe mich weinend in der Toilette eingeschlossen. 

Meine beiden Heimatländer waren gegeneinander angetreten. Argentinien, woher mein Vater stammt – und Deutschland, die Heimat meiner Mutter und das Land, in dem ich geboren wurde.