Vergangenen Samstag saß ich um 20 Uhr mit zwei Freundinnen in einer Bar und schaute das Fußballspiel. Draußen. Im Regen. 

Um 20.50 Uhr saßen wir immer noch dort, im Gegensatz zu einigen anderen Gästen, die bereits gegangen waren. Jedoch nicht wegen der ungemütlichen Wetterbedingungen, wie man meinen könnte, sondern weil Deutschland nach der ersten Halbzeit gegen Schweden 0:1 hinten lag.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 war für die deutsche Nationalmannschaft und ihre Fans bisher ziemlich nervenzerreißend. Erst die unerwartete Niederlage gegen Mexiko, dann der knappe Sieg gegen Schweden in der wirklich allerletzten Minute. 

Da kann man sehr schnell an der diesjährigen Titelverteidigung zweifeln...

Trotzdem verärgern mich die Fußballfans, die ihre Unterstützung für das eigene Land von deren Spielergebnissen abhängig machen. Wenn Deutschland ein Spiel verliert, geben sie die Mannschaft auf und hängen die Deutschland-Fähnchen vom Auto ab. Gewinnt die Nationalelf das nächste Spiel, sind sie wieder voll am Start und fiebern mit. Nicht cool.

Auch Mittelfeldspieler Toni Kroos, der mit seinem traumhaften Freistoß am Samstag den Sieg gegen Schweden sicherte, kritisiert: "Die Mannschaft wird nur dann akzeptiert, wenn sie gewinnt". (Tagesspiegel)

Natürlich darf man sich darüber auslassen, dass die Nationalmannschaft im Spiel gegen Mexiko schlecht gespielt hat. Aber wenn es daraufhin heißt, "Das war's jetzt wohl mit der WM", dann macht mich das richtig wütend. Klar war das kein guter Auftakt in das Turnier, aber noch längst kein Grund, die Hoffnung aufzugeben! Hat man am Samstag dann ja auch gesehen.  

Ich wünsche mir manchmal ein bisschen mehr Mut, zur Mannschaft zu stehen und darauf zu vertrauen, dass die Nationalelf ihre Fehler nicht wiederholt.  


Today

Du fährst mit einer Schrottmühle, aus Angst, dass ein gutes Fahrrad geklaut wird? Musst du nicht!
Achte einfach nur auf ein paar Dinge.

Ich habe zwei Fahrräder. Eines ist dunkelblau. Es hat einen Schaumstoff-Lenker, der bei Regen anfängt, unangenehm zu riechen. Das Fahrrad hat fünf Gänge und eine Bremse, die nicht so richtig funktioniert. Bevor es mir gehört hat, gehörte es einer alten Dame. Und wenn man ehrlich ist, sieht man ihm das ein bisschen an.

Das andere Fahrrad ist rot, weiß und schwarz. Es hat einen Carbon-Rahmen, 22 Gänge und hydraulische Scheibenbremsen. Auf diesem Fahrrad gleitet man auf dem Asphalt wie mit Schlittschuhen auf Eis.

Mit dem ersten Fahrrad bin ich fast täglich unterwegs. Das zweite steht die meiste Zeit des Jahres unbenutzt in meinem Zimmer

Weil ich ständig Angst habe, dass es geklaut wird.