Bild: EPA/ANATOLY MALTSEV
Macht dann 135 Euro, bitte!

Das russische Team startete bei der Fußball-WM im eigenen Land als das schlechteste im FIFA-Ranking – doch bei den bisherigen beiden Spielen lief alles gut: Gegen Saudi-Arabien und Ägypten gewann die Mannschaft. 

Also eigentlich kein Grund für Kritik am russischen Team. Eine Gruppe Politiker um den konservativen Abgeordneten Vitaly Milonov will, dass das auch so bleibt, sollte Russland einmal verlieren: Sie haben ein Gesetz vorgeschlagen, das jegliche Kritik an der Nationalmannschaft des Landes verbieten und mit 10.000 Rubel (135 Euro) Strafe belegen soll. (ESPN)

"Während der Weltmeisterschaft kämpfen diese Leute für die Ehre des Landes", sagte Milonov in einem Interview nach dem 5:0-Sieg gegen Saudi-Arabien. Es sei daher die "Verantwortung des Staates, seine Vertreter gegen Beschimpfungen" zu verteidigen.

Milonov ist für seine schwulen- und lesbenfeindliche Politik bekannt: 

  • Er ist für ein Gesetz mitverantwortlich, das "homosexuelle Propaganda" in Russland verbietet. Vergangenes Jahr machte er sich dafür stark, dass die neue Disney-Verfilmung von "Die Schöne und das Biest" wegen eines schwulen Nebencharakters nicht ins Kino kommt (bento). Schließlich wurde der Film erst ab 16 Jahren freigegeben. (SPIEGEL ONLINE)
  • Ebenfalls im vergangenen Jahr störte sich Milonov an den "Power Rangers" wegen einer lesbischen Figur. Der Film war deshalb nur für Erwachsene im Kino zu sehen. Im russischen Fernsehen soll der konservative Abgeordnete dabei den Film als Beispiel für "faschistischer Ideologie" genannt haben. (bento)

Gerechtigkeit

Mit dieser Idee will eine Politikerin Mitarbeiterinnen vor nervigen Reichsbürgern schützen

Im thüringischen Landkreis Altenburg leben besonders viele Reichsbürger. Das sorgt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der lokalen Behörden für Stress – denn da die Reichsbürger sich häufig nicht an die Gesetze der Bundesrepublik halten wollen, wehren sie sich gegen Bescheide und Bußgelder.