Bild: imago/Michael Schick
Wenn das nicht Leidenschaft ist.

Fernsehschauen ist vielleicht nicht das erste, woran man denkt, wenn jemand von "unverzichtbarem Recht" spricht. Tatsächlich wollen argentinische Häftlinge sich jetzt aber auf eben dieses Recht berufen – das Recht auf Kabelfernsehen. (Diario Jornada)

Wir verlangen, dass der Kabelanschluss repariert wird, nachdem er bereits seit drei Tagen nicht funktioniert und ein unverzichtbares Recht einer jeden Person ist.

Seit vergangenem Dienstag befinden sich insgesamt neun Häftlinge aus einem Gefängnis in der argentinischen Hafenstadt Puerto Madryn im Hungerstreik – weil der Kabelanschluss kaputt ist. Einen Brief mit ihren Forderungen – nämlich die Reparatur des defekten Anschlusses – haben sie an das städtische Justizbüro geschickt. 

"Wir haben entschieden, keine weiteren Mahlzeiten zu uns zu nehmen, bis das genannte Problem gelöst ist." 

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Männer wollen die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sehen, die am Donnerstag mit dem Auftaktspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien begonnen hat. Die Spiele werden nur im Kabelfernsehen übertragen. 

So viel Leidenschaft für den Fußball dieser Vorstoß auch zeigt – so aussichtslos ist er leider auch. Die zuständige Richterin, Patricia Asaro, hat die Forderungen abgelehnt. Argentinien wird zum ersten Mal am Samstag gegen Island antreten. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass die Elektriker rechtzeitig vorbeischauen. Ansonsten bleibt nur noch eins:


Gerechtigkeit

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