Bild: dpa/Roland Weihrauch

Wer im Stadion Böller wirft, muss dafür künftig Strafe zahlen. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH-Mitteilung). Demnach dürfen Fußballvereine Strafen, die ihnen vom Deutschen Fußballbund (DFB) auferlegt werden, an die Verursacher weitergeben.

Der Entscheidung ging eine Klage des 1. FC Köln voraus. Der Verein hatte sich beschwert, für einen Fan gerade stehen zu müssen, der 2014 bei einem Heimspiel einen Böller geworfen hatte und forderte Schadensersatz.

Was steckt dahinter?

Bislang war das Gesetz simpel: Wenn bei einem Fußballspiel im Stadion Fans randalieren, dann kann der DFB Strafen aussprechen. Die zahlte bislang der Verein. Er ist für das Benehmen seiner Fans mitverantwortlich. Jeder Club hat einige Stadionregeln, mit denen er sich vor Randalieren zu schützen versucht. Bislang konnte aber die DFB-Strafe nicht mit Fragen der Stadionordnung gekoppelt werden: Wenn ein Verein abgestraft wird, konnte er das nicht mit eigenen Anforderungen an Randalierer übertragen.

Worum genau ging es bei der Klage des 1. FC Köln?

Köln hatte genau so ein Problem: Der Verein musste 50.000 Euro Strafe zahlen und weitere 30.000 Euro in Gewaltprävention stecken, nachdem ein Anhänger im Februar 2014 bei einem Zweitliga-Heimspiel einen Böller gezündet hatte. Der Böller hatte sieben Zuschauer verletzt – der Verein wollte daraufhin 30.000 Euro Schadensersatz von ihm wegen Verstoßes gegen die Stadionordnung. (tagesschau.de)

Das Kölner Oberlandesgericht gab dem Bundesligisten nicht recht – der FC Köln zog daraufhin vor den höher geschalteten Bundesgerichtshof. Dort kam nun das Urteil: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Verstöße gegen die Stadionordnung und DFB-Verbandsstrafen. Das heißt: Fußballclubs können ihre Strafen auf Fans übertragen. Belangt wird nun der Ultra.

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