Drei Fragen, drei Antworten

Was ist passiert?

Eigentlich sollte es ein Zeichen für Gleichberechtigung sein: Der FC Barcelona hat sein Männerteam gemeinsam mit den Frauenfußballerinnen des Vereins auf gemeinsame Reise in die USA geschickt. Das Problem an der Geschichte: Während die Frauen in der Touristen-Klasse reisten, durften sich es die Männer in der Business Class gemütlich machen.

Wie rechtfertigt der FC Barcelona die Trennung?

Ein Vereinssprecher sagte, dass das Frauenteam seine US-Tournee später geplant habe – bei der Buchung habe es nicht mehr genügend freie Plätze in der Business Class gegeben. Der Club habe daher für jede Fußballerin jeweils drei Plätze in der Touristenklasse reserviert, damit die Spielerinnen sich während des Fluges hinlegen und schlafen konnten.

Der Preis der Tickets sei am Ende auf ungefähr gleichem Niveau gewesen. "Die Jungs haben bei uns keinen Vorrang", sagte der Sprecher der Zeitung "El País". "Keines der Mädchen hat sich über die Reise beklagt." Bei den weiteren Flügen ihrer gemeinsamen Tour soll es dann auch keine Trennung mehr geben – dann fliegen Männer- und Frauenteam gemeinsam in der Business Class.

Heißt das, es herrscht Gleichberechtigung bei Barca?

Im fußballerischen Alltag besteht bei den Reisen der beiden Teams allerdings durchaus ein Unterschied: Das Männerteam um Weltstar Lionel Messi reist normalerweise im Flugzeug zu den Spielen in der spanischen Liga, die Frauen sind dagegen meistens im Bus unterwegs. Der Verein begründet das damit, dass die Teams nicht die gleichen Gewinne einbringen. (El País)

Mit Material von dpa


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