Bild: Getty Images/Jens Schlueter
"Das ist ein massiver Schritt nach vorne."

Was ist passiert?

SPD, CDU und CSU wollen E-Sport in Deutschland endlich als Sportart anerkennen. Das geht aus dem Koalitionsvertrag hervor, den die Parteien ausgehandelt haben (Kicker). Die Koalition kommt allerdings nur zustande, wenn eine Mehrheit der SPD-Mitglieder sich für die GroKo ausspricht.

Im Koalitionsvertrag heißt es:

"Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen."

Was bedeutet das für E-Sport?

Die Ankündigung klingt zunächst banal, aber die deutschen Sportverbände haben sich lange Zeit dagegen gesträubt, den E-Sport anzuerkennen. Obwohl die Sportler seit Jahren dafür kämpfen. Dazu geht es um viel Geld.

Die genaue Umsetzung ist noch offen, allerdings könnten die Bundesländer E-Sport künftig mit Geld fördern, professionelle E-Sportler würden von der Reisefreiheit profitieren, die andere Profi-Sportler haben, und es könnten breite Amateurstrukturen aufgebaut werden.

Der Präsident des E-Sport-Bund Deutschland (ESBD), Hans Jagnow, sagte:

"Das ist ein massiver Schritt nach vorne für den E-Sport in Deutschland. Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch erleben, was für deutsche E-Sportlerinnen und E-Sportler für über 20 Jahre ein Traum blieb: die politische, rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung als Sportart."

(Bild: Getty Images/Kevin C. Cox)
  • Mittlerweile gibt es im E-Sport professionelle Spieler, 400 Millionen Fans und verschiedene Disziplinen, also zum Beispiel Echtzeit-Strategiespiele, Ego-Shooter und Sportsimulationen.
  • Deswegen wird E-Sport von etablierten Sportverbänden in Ländern wie USA, Brasilien, China oder Frankreich schon lange als Sportart anerkannt.
  • Weltweit werden mit E-Sport rund 1,5 Milliarden Dollar umgesetzt.
  • In Ländern wie Olympia-Gastgeberland Südkorea sind die Spieler Top-Stars, sie verdienen Preisgelder auf Champions-League-Niveau.
  • Mit Schalke 04, VfL Wolfsburg, VfB Stuttgart, Hertha BSC und RB Leipzig sind bereits fünf Bundesliga-Klubs im E-Sport aktiv. Sogar eine digitale Bundesliga scheint in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen. (Deutsche Welle)


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