Dieses Video zeigt dir, worauf du achten musst

2016 ertranken in Deutschland 537 Menschen. Vor allem ältere Menschen und Kinder sind gefährdet. Bei Kindern unter 15 Jahren ist das Ertrinken sogar die zweithäufigste Unfall-Todesursache. In vielen Fällen waren die Eltern dabei nicht mal 20 Meter entfernt – und haben es nicht gemerkt. (Ostsee24)

Das liegt an mangelnder Aufklärung und daran, dass Film und Fernsehen ein falsches Bild von Ertrinkenden vermitteln. Denn anders als bei "Baywatch" rufen Ertrinkende selten um Hilfe. Achim Wiese vom DLRG sagt zu bento: "In der Regel ertrinkt man leise."

Frank Pia ist unter Rettungsschwimmern eine Legende. Viele Techniken und Kenntnisse, die heute in Standardwerken geschrieben stehen, stammen von ihm. Er beschreibt die Lautlosigkeit als "Instinctive Drowning Response". 

Was er damit meint: Ertrinkende versuchen instinktiv und mit aller Kraft, über Wasser zu bleiben. Sie kämpfen um Luft und deshalb auch darum, den Mund oberhalb der Wasseroberfläche halten zu können. Weil Rufen viel Atem kostet und Winken ausschließt, sich gleichzeitig durch Schwimmen über Wasser halten zu können, verhalten Menschen in Lebensgefahr sich nicht, wie viele annehmen. 

Auch der Rettungsschwimmer Mario Vittone der US-Küstenwache räumt in einem Blogpost mit dem Missverständnis auf, die Hilfesuchenden würden schon um Hilfe rufen. Er erklärt, worauf man wirklich achten muss.

Diese Signale deuten auf Ertrinken hin: 

  • Der Kopf gerät immer wieder unter Wasser
  • Der Mund ist auf Höhe der Wasseroberfläche
  • Die Arme sind zur Seite gestreckt und paddeln hilflos
  • Die Person schwimmt auf der Stelle
  • Haare hängen vor Augen und Stirn, werden nicht weggewischt
  • Der Blick ist leer und nicht fokussiert oder die Augen geschlossen

Der Rettungsexperte Vittone hat einen lebensrettenden Tipp: Wenn man sich unsicher ist, sollte man sich nicht schämen und nachfragen: „Geht es Dir gut?“ Wenn die Person antwortet, geht es ihr wahrscheinlich gut. Wenn sie mit einem leeren Blick antwortet hat man vielleicht weniger als 30 Sekunden Zeit, sie zu retten

Auf dem YouTube-Kanal "Lifeguard Rescue" zeigen Bademeisterinnen und Bademeister eines US-amerikanischen Wellenbads, in welchen Situationen sie eingegriffen haben. Die Videos zeigen tausenden Zuschauern, woran man Ertrinken erkennt. Und, wann man eingreifen sollte

Mehr dazu im Video oben.


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