Bild: Imago

Wer schon mal ein Fußballstadion besucht hat, weiß: Frauen und Männer sitzen Seite an Seite auf der Tribüne. Frauen verstehen, was Abseits bedeutet und dass man nach einer Roten Karte das Spielfeld verlassen muss. Es gibt Frauen, die lieben Fußball. Ja, tatsächlich. Und es ist sogar vorstellbar, dass es Frauen gibt, die nicht zu Hause kochen und darauf warten, bis ihr Mann vom Spiel zurückkommt, um mit ihm zu essen. Warum? Weil Frauen nicht an den Herd gehören, sie gehören ins Stadion. Es ist 2018.

Wieso man aber anscheinend immer noch erklären muss, dass das längst Alltag ist? Weil die Anhänger von Dynamo Dresden am Samstag mit einer frauenverachtenden Hassbotschaft im Hamburger Millerntor-Stadion die St.-Pauli-Fans provoziert haben.

Auf einem Banner war zu lesen:

"Ihr müsst heute Abend hungern, weil eure F***** mit euch im Block rumlungern."

Die plumpe und herablassende Bemerkung wurde auch bei Twitter mehrfach kommentiert. Die Nutzerinnen und Nutzer waren sich einig: 

Immer wieder kommt es zu Vorfällen mit den Dynamo-Anhängern.

Die Hassbotschaft blieb nicht der einzige skandalöse Vorfall an diesem Nachmittag. Ein St.-Pauli-Fan brach auf der Nordtribüne zusammen, musste reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Während des Abtransports sollen die Gästefans den Mann mit Bierbechern und anderen Gegenständen beworfen haben. (Hamburger Abendblatt)

Schon vor dem Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden (1:1) war es zu Ausschreitungen gekommen. Zunächst hatten Dynamo-Anhänger mehrere sanitäre Anlagen in der Arena in Hamburg zerstört, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Nach dem Abpfiff wollten sich Fans beider Vereine angreifen, die Polizei sei aber dazwischen gegangen, sodass es zu keinen größeren Zwischenfällen kam.

Viele Dynamo-Anhänger treten aggressiv auf. 

Regelmäßig kommt es zu Ausschreitungen und Zünden von Pyrotechnik im Stadion. (ran) Außerdem wird dem Verein vorgeworfen, sich nicht ausreichend gegen rechtsextreme Fans zu engagieren. (bento) Tatsächlich engagiert sich der Verein jedoch seit Jahren gegen Rassismus, unter anderem mit Mottoshirts (Dynamo Dresden). Auch eine antirassistische Fan-Initiative (1953international) gibt es. Im vergangenen Jahr vergab Dynamo auf Initiative einer Fangruppe einen mit 5000 Euro dotierten Preis an eine Initiative zur Unterstützung geflüchteter Frauen. (Rheinische Post)

Offenbar gibt es aber in Sachen Gleichberechtigung noch einiges nachzuholen. Wir sind gespannt, wie viel der Verein nun Frauenverbänden und Frauenfußballclubs spenden will.


Style

400 Dollar für einen Schuh, der eigentlich 20 kostet? So leicht kann man Influencer reinlegen
Touché

Wie bringt man eine Schar Influencer dazu, Billig-Schuhe für 20 Dollar zu kaufen? Man klebt einfach ein Preisschild drauf, auf dem die Dinger das zwanzigfache kosten – et voilà.

Das hat zumindest der Marketing-Stunt einer US-amerikanischen Schuhmarke gezeigt. Das Unternehmen eröffnete einen Pop-Up-Store unter dem gefälschten Namen "Palessi", in dem sie ihre eigenen Produkte ausstellten – die normalerweise sehr erschwinglich sind. Die Schuhe von "Palessi" kosteten dagegen mehrere hundert Dollar. Dazu gab es eine Fake-Webseite und einen Fake-Insta-Account. (Bored Panda)

So sah es dort aus: