Bild: dpa/PA Wire/Craig Watson

Leigh Griffiths ist Stürmer beim Fußballverein Celtic Glasgow. Derzeit fällt der 28-jährige Spieler aus, weil er an Depressionen erkrankt ist. 

Am Donnerstag spielte der Verein gegen Red Bull Salzburg in der Europa-League. Obwohl Griffiths gerade nicht spielt, zeigen die Fans, dass sie ihn auch weiterhin unterstützen: Auf der Tribüne hielten einige ein großes Banner mit der Aufschrift "It's OK, not to be OK – you'll never walk alone, Leigh"

Was bedeutet "It's OK, not to be OK"? 

Es bedeutet so viel wie: "Es ist auch okay, wenn man sich nicht okay fühlt." Der Satz wird häufig im Zusammenhang mit der Prävention oder Bekämpfung von psychischen Krankheiten verwendet. Es geht darum, offen mit mit psychischen Problemen umzugehen, zuzulassen, dass man sich nicht gut fühlt und sich Hilfe zu suchen – anstatt mit seinen Problemen alleine zu bleiben. 

Depressionen und andere psychische Krankheiten oder Probleme sind im Profifußball noch immer ein Thema, über das nur wenige Spieler offen reden. Zuletzt sprach Per Mertesacker in einem Interview darüber, wie stark sich der psychische Druck im Profifußball während seiner Karriere auf seine Gesundheit ausgewirkt hatte. (SPIEGEL ONLINE)

Die Aktion der schottischen Fans ist ein starkes Zeichen für den offenen Umgang mit psychischen Krankheiten. 

In einem Statement hatte sich auch der Celtic Trainer Brendan Rodgers bereits zu dem Gesundheitszustand von Griffiths geäußert: "In solchen Situationen wird der Fußball zweitrangig und die Gesundheit des Spielers steht an erster Stelle. Das sind die Werte, die wir als Club vertreten wollen. Wir wollen Leigh helfen, sein persönliches Glück wiederzufinden. Und wir wollen ihn irgendwann wieder auf dem Platz sehen." (noz.de)

Informationen und Hilfe für Betroffene und Angehörige

  • Wissen, Selbsttest und Adressen um das Thema Depression gibt es auf der Webseite www.deutsche-depressionshilfe.de.
  • Das deutschlandweite Info-Telefon Depression: 0800 33 44 5 33 (kostenfrei)
  • Ein fachlich moderiertes Online-Forum zum Erfahrungsaustausch für Angehörige und Betroffene findest du hier: www.diskussionsforum-depression.de.
  • Hilfe und Beratung bekommst du auch bei den sozialpsychiatrischen Diensten der Gesundheitsämter in den Gemeinden.
  • Beratung und Austausch für Angehörige bietet der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker an: www.bapk.de.

Grün

"The Ocean Cleanup" soll das Meer von Plastik befreien – doch das System funktioniert noch nicht
Welche Probleme es gibt – und was Kritiker bemängeln

Vor knapp zwei Monaten startete "The Ocean Cleanup", das Projekt zu Säuberung des Pazifiks – doch es gibt Probleme: Bislang hat die Anlage noch kein Plastik eingesammelt. Für Kritiker des Projekts kommt das nicht unerwartet. Der 24-jährige Initiator des Projekts, Boyan Slat ist allerdings zuversichtlich, dass man die Probleme in den Griff bekommen werde. 

1 Welche Probleme gibt es?

Ein Sprecher des Projekts sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Anlage fange das Plastik zwar ein, aber halte es nicht fest. Schon vor einigen Wochen hatte die Organisation von Problemen berichtet, damals hieß es allerdings noch, nur ein Teil des Plastiks entkomme dem System. 

Das System bewege sich zu langsam im Wasser, sagte Sprecher Jan van Ewijk. "Der genaue Grund ist noch nicht deutlich." In Computermodellen und Tests sei das Problem nicht aufgetaucht. 

Damit "The Ocean Cleanup" funktioniert, muss das System den Betreibern zufolge schneller durch das Wasser treiben als die Plastikteile, die es einfangen soll. Möglicherweise bremsten aber Wind und Wellen das System ab, sagte der Sprecher. Eine andere Erklärung für den ausbleibenden Erfolg sei, dass die Enden der Rohre wellenförmige Bewegungen verursachten, die das System abbremsen.

2 Wie funktioniert "The Ocean Cleanup"?

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll innerhalb des U festhalten soll. Der Plastikmüll soll dann von Schiffen abgeholt und zur weiteren Verarbeitung an Land gebracht werden. Anfang September war der Fangarm von San Francisco aus in den Pazifik gezogen worden