Bild: Wolfgang Kumm/dpa
Ein Zitat, das Özil stärkt.

Es geht mehr als um einen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft. Wie gehen Verbände und Politik in Zukunft mit Rassismus und den Herausforderungen der Integration um? Der Fall von Mesut Özil wirft viele Fragen auf. 

Jetzt hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel über eine Regierungssprecherin zu dem Rückzug geäußert. 

Was hat sie mitgeteilt?

"Die Bundeskanzlerin schätzt Mesut Özil sehr. Mesut Özil ist ein toller Fußballspieler, der viel für die Fußball-Nationalmannschaft geleistet hat", sagte die Sprecherin. "Mesut Özil hat jetzt eine Entscheidung getroffen, die zu respektieren ist."

Weiter hieß es, der Sport trage viel zur Integration in Deutschland bei. 

Deutschland ist ein weltoffenes Land und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Schlüsselaufgabe der Bundesregierung.

Özil warf im Rückblick auf die Kontroverse auf sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan deutschen Medien "rechte Propaganda" vor.

Und was sagt Innenminister Horst Seehofer dazu?

Eine Sprecherin Seehofers, der auch für Sport zuständig ist, reagierte zurückhaltend: "Zu der Angelegenheit Özil hat der Minister schon mehrfach gesagt – das Thema ist ja nicht neu – dass er sich in diese internen Angelegenheiten nicht einmischen möchte."

In dem Zitat von Angela Merkel wird auch deutlich, dass die Integration in Deutschland weiter eine große Herausforderung bleibt – und das gerade jetzt auch die Politik gefragt ist, Strukturen zu schaffen.

Mit Material von dpa


Sport

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Zwei Monate ist es her, dass die Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil auf einem Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan posiert haben. (bento) Vor allem Özil wurde dafür in Deutschland heftig kritisiert. Am vergangenen Sonntag hat er sich über Social Media erstmals selbst zu dem Foto und der darauffolgenden Diskussion geäußert – und bekanntgegeben, dass er in Zukunft nicht mehr in der deutschen Nationalmannschaft spielen wolle. (bento)