Keiner ist so gut wie die spanische Mädchenmannschaft AEM Lleida

In der Mädchen-Liga hatten sie keine Gegner mehr gefunden, sie waren einfach zu gut und suchten nach neuen Herausforderungen. Also entschied sich die Mädchenmannschaft des katalanischen Vereins AEM Lleida dafür, es in einer männlichen Jugend-Liga zu versuchen. 

Die erste Saison: eine Katastrophe. Das Team verlor fast jedes Spiel. Im zweiten Jahr lief es schon besser. Und jetzt, in Jahr drei, haben sie es allen gezeigt: Die einzige Mädchenmannschaft in der Liga für 12- bis 14-Jährige ist Meister. Oder besser gesagt: Meisterin. (Euronews)

Schon wenige Spieltage vor Saisonende stand der Sieg fest – nur ein Spiel in der gesamten Saison kurz vor Weihnachten war verloren gegangen. Nun, einige Wochen nach dem Erfolg, besuchte die "New York Times" das Team und machte so auf die Erfolgsgeschichte der Mädchen aufmerksam. 

So gut spielen die Mädchen aus Lleida:

"Wir wollten die Mädchen pushen und fühlten, dass sie gegen Jungs spielen mussten. Sie brauchten starke Gegner, um Fortschritte zu machen", sagte Vereinsdirektor Jose Maria Salmeron im Interview. Bis zum Alter von 14 Jahren ist es in Spanien erlaubt, gemischte Teams antreten zu lassen. 

Doch begeistert waren am Anfang nicht alle. Viele Eltern hätten gesagt, die Trainer seien verrückt. Und wäre das Experiment schief gegangen, hätten sie den Betreuern bestimmt vorgeworfen, die Mädchen zu demütigen, sagt Salmeron. 

Unschön waren vor allem die Szenen am Spielfeldrand.

"Es hatten häufiger die Eltern ein Problem mit den Mädchen als ihre eigenen Jungs auf dem Spielfeld", sagt Salmeron über die gegnerischen Teams. "Es ist merkwürdig, aber die meisten Macho-Kommentare und Beleidigungen sind von den Müttern einiger der Jungs gekommen, gegen die wir spielten." 

Auch einige Schiedsrichter nannten sie häufiger mal "Prinzessinnen" während des Spiels. (BBC)

Seit ihrem Erfolg in der Junior-Liga hat das Team eine Fundraising-Kampagne gestartet und hofft darauf, 10.000 Euro einzunehmen, um das Training zu finanzieren. 

"Ich versuche immer zu zeigen, dass Fußball nicht nur was für Jungs ist", sagte Spielerin Andrea Gomez die New York Times. "Wenn du technisch besser bist, kannst du damit auch ausgleichen, dass du vielleicht körperlich schwächer bist."

Auch die Jungs mussten zugeben, dass die Mädchen einfach besser waren. "Es ist schwer, gegen Mädchen zu verlieren", sagte einer der Gegner. "Aber sie sind nun einmal richtig gut."

Andrea Gómez ist die Kapitänin des Teams und Torschützenkönigin. 

Sie sei stolz darauf, dass ihr Team es geschafft habe, das Bild des Frauenfußballs in Spanien zu fördern – auch wenn sie selbst das Ziel hat, in den USA zu spielen. 

"Ich möchte dort spielen, wo Frauenfußball wirklich geschätzt wird", sagte sie. "Das Paradies ist in den Vereinigten Staaten – nicht hier, leider." 

Noch nicht einmal Real Madrid hat ein Frauenteam.

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