Dieses Video zeigt, wie Passanten reagieren, wenn sie schwulen Touristen homophobe Beleidigungen vorlesen müssen.

Stell dir vor, du begegnest einem homosexuellen Touristenpaar. Die beiden sprechen deine Sprache nicht. Du sollst ihnen eine E-Mail mit der Wegbeschreibung zu ihrem Hostel übersetzen.

Dann merkst du, was wirklich im Text steht: ein Haufen homophober Beleidigungen und sogar Drohungen. Der Hostelbesitzer muss ein schwulenfeindliches Arschloch sein. Und jetzt? Die wüsten Beschimpfungen einfach übersetzen?

Für die Kampagne #ConLaVozBienAlta – in etwa: mit erhobener Stimme – hat eine spanische LGBT-Organisation Passanten in Madrid mit dieser Situation konfrontiert. Sie sollen die schwulenfeindliche E-Mail für ein männliches Paar übersetzen.

Die Reaktion der Passanten: erst Unglauben – dann Wut und Betroffenheit.

Hier seht ihr das ganze Video mit deutschen Untertiteln:

Das Video ist Teil einer erfolgreichen landesweiten Kampagne.

#ConLaVozBienAlta ruft dazu auf, homophobe Beleidigungen und Drohungen von queeren Menschen nicht als bloße Sprüche abzutun, sondern bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

In Spanien wurde die Ehe für homosexuelle Paare schon 2005 legalisiert. Erst im September sorgte die erste Hochzeit zweier spanischer Polizisten für Aufsehen.