Bild: Getty Images/Brent Stirton
Die Reaktion: #IchBinSchwul

Was ist passiert?

Ein "heiteres und harmonisches Umfeld" – das möchte das chinesische soziale Netzwerk  Weibo seiner Community bieten. Aus diesem fadenscheinigen Grund will das Unternehmen nun homosexuelle Inhalte verbannen. Das geht aus den neuen Richtlinien der Plattform hervor, die am Freitag veröffentlicht worden sind.

  • Darin heißt es, die Plattform werde für einen Drei-Monats-Zeitraum Comics, Spiele, Texte und Videos sehr genau auf Pornografie, "blutige Gewalt" und Homosexualität hin überwachen.
  • Die Plattform reagiert damit offenbar auf ein chinesisches Gesetz, das regelt, was in China im Internet erlaubt ist (Reuters).
  • Weibo ist eine Art Mischung aus Facebook und Twitter, mehr als 300 Millionen Chinesen und Chinesinnen nutzen das Netzwerk. (Quartz)
  • Erst kürzlich hatte das kommunistische Regime eine Art digitales Punktekonto eingeführt, welches das Sozialverhalten der Bürger bewerten soll.

Wie reagieren die Chinesen?

Internetnutzer und -nutzerinnen reagierten entsetzt und kreierten den Hashtag "#Ichbinschwul". Solche Posts kamen in wenigen Stunden auf insgesamt 130 Millionen Klicks und 135.000 Kommentare. "Als ein Mitglied dieser Gruppe bin ich stolz, bin ich glorreich ... ich weigere mich, diskriminiert oder missverstanden zu werden", schrieb ein User.

In China ist Homosexualität seit 1997 straffrei. Trotzdem wird das Thema in China immer noch tabuisiert.

Mit Material der dpa


Tech

Dieser Roboter soll Bürgermeisterin in Japan werden
Ein Kandidat schickt die Künstliche Intelligenz ins Rennen.

Maschinen erledigen immer mehr Jobs, in manchen Branchen werden kaum noch Menschen arbeiten müssen. Politiker allerdings haben sich bisher keine Sorgen machen müssen, dass sie eines Tage von einer Künstlichen Intelligenz (KI) ersetzt werden könnten.

Zu früh gefreut!

In Japan kandidiert jetzt eine KI um den Posten als Bürgermeister von Tama, einer Stadt in der Präfektur Tokio (Golem). Wie geht das? Und was hat der Roboter vor?