Bild: DC Comics

Die Vereinten Nationen (Uno) wollen Wonder Woman kommende Woche zur Botschafterin für Frauen und Mädchen erklären ("New York Times"). Ja, die Wonder Woman aus den Comics. Bei einer offiziellen Zeremonie sollen Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie weitere prominente Gäste anwesend sein.

Die Feier soll am 21. Oktober stattfinden – dem 75. Geburtstag von Wonder Woman. 1941 trat die Superheldin erstmals in einem Comic von DC auf.

Vor zwei Jahren war Emma Watson zur Frauenbotschafterin der Uno gewählt worden. Ihre Rede und die von ihr initiierte Kampagne "He for She" hatte für weltweites Aufsehen gesorgt.

Warum jetzt Wonder Woman?

Auch wenn sie nicht echt ist: Die Comicfigur hat trotzdem starke Symbolkraft. Wonder Woman ist eine jahrhundertalte Amazone, die es von ihrer griechischen Insel in die Neuzeit verschlägt. An der Seite der US-Armee kämpfte sie in den 1940er Jahren gegen die Nazis, später stellte sie sich anderen Bösewichtern.

Von vornherein war klar: Wonder Woman steht für selbstbewusste und starke Frauen. Diesen Ton schlägt auch die Neuverfilmung mit Gal Gadot an, die 2017 in die Kinos kommt:

Im speziellen dürfte Wonder Woman aber auch ein Signal an queere Frauen sein.

Denn sie selbst lebe queer, verriet vor zwei Wochen Comicautor Greg Rucka in einem Interview mit Comicosity. Fragen nach der Sexualität würden sich auf der Heimatinsel von Wonder Woman nicht stellen – Schubladen wie hetero- oder homosexuell gebe es dort nicht.

Rucka schreibt an den aktuellen Bänden. Er ist bekannt für feministische Comics. Seinen Lesern wolle er aber nicht aufzwingen, wie sie Wonder Woman zu verstehen hätten: "Es kommt darauf an, was du im Comic liest. Kannst du es erkennen? Ist da was? Wenn ja, hast du deine Antwort."

(Bild: DC Comics)

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