Bild: Julian Stratenschulte/ dpa
Schade.

Die homosexuellen Ampelpärchen in Linz wurden am Wochenende entfernt.

Der neue Verkehrsstadtrat der Stadt Linz, Markus Hein, ist für den Austausch der Figuren verantwortlich. Der FPÖler sagte dazu: "Ich habe das angeordnet. Ampeln sind ein Verkehrszeichen und nicht dazu da, Gesinnungsbotschaften zu übermitteln." (Heute)

...und auf einmal sind die Ampelpärchen wieder verschwunden. Ohne Vorwarnung. Ersetzt durch herkömmliche Single-Männchen. Was mit unseren Ampelpärchen passiert ist? Wir wissen es noch nicht.#ampelpärchen

Posted by Linz braucht Ampelpärchen on zondag 6 december 2015

Dass Homosexualität keine Gesinnung ist, hat Hein wohl noch niemand erklärt. "Für die FPÖ zählt eben Einfalt statt Vielfalt", kommentiert der queere Blog Thinkoutsideyourbox.

Die alternativen Ampelsymbole wurden im Sommer anlässlich des Eurovision Song Contests zunächst in Wien und Salzburg, später dann auch in Linz angebracht. Insgesamt gab es in der Stadt 49 der Ampelpärchen.

(Bild: dpa / Sven Hoppe)

Ursprünglich sollten die Symbole nur bis Ende Juni bleiben. Weil die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen so beliebt waren, beschloss die damalige Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, dass sie dauerhaft bleiben sollten. Sie hätten "jetzt schon Kultstatus", schrieb die Grünen-Politikerin im Mai auf ihrer Facebook-Seite:

Die neuen Wiener Ampelpärchen werden bleiben!Der Zuspruch zu den Ampelpärchen ist wirklich überwältigend - Danke euch...

Posted by Maria Vassilakou on maandag 18 mei 2015

Die FPÖ war von Beginn an gegen die Aktion und erstattete sogar Strafanzeige. Bereits Ende November berichtete der ORF, die 49 gleichgeschlechtlichen Figuren sollten keine Verstärkung mehr bekommen. (ORF)