Out im Job: Folge 4

"Ich hatte das Gefühl, dass mein Gott gar nicht will, dass ich schwul bin", sagt Frank W. Echsler. Der 27-Jährige ist mit dem christlichen Glauben aufgewachsen. Lange hatte er gehofft, seine Homosexualität "wegbeten" zu können: Als 17-Jähriger vertraute er sich dafür einem Geistlichen einer Freikirche an. Erst durch sein Theologiestudium und seinen jetzigen Mann hat er gelernt, dass sein Glaube und seine sexuelle Orientierung vereinbar sind. Seit August 2018 lässt er sich an der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg zum Pfarrer ausbilden. 

Pfarrer und schwul - wie geht das?

In der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt es 20 Landeskirchen. Diese haben jeweils eigene Kirchenparlamente, sogenannte Synoden. Jede Landeskirche entscheidet für sich selbst, inwieweit sie eine Gleichberechtigung von Homosexuellen zulässt. Somit gibt es noch immer Gemeinden, die homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer oder die kirchliche Traaung von homosexuellen Paaren ablehnen. 

Mittlerweile haben zehn Landeskirchen die Trauung für alle beschlossen. Darunter ist auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, der Frank und sein Mann angehören. Nächstes Jahr im Sommer werden sie sich kirchlich trauen lassen. 

Wie Frank sein Coming-out in der Kirche erlebt hat, siehst du oben im Video.

Was Homosexualität betrifft, kann die Bibel ganz unterschiedlich gelesen werden. Mit der unterschiedlichen Auslegung der Bibel haben sich beispielsweise der Theologe Jürgen Ebach und die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche intensiv beschäftigt. 


Grün

"Fridays for Future" crashen den Bundestag – aber nicht allen jungen Leuten gefällt das
Drei Stimmen von der Protestaktion.

Die Aktivistinnen und Aktivisten von "Fridays for Future" machen für gewöhnlich mit Schulstreiks und Demos auf sich aufmerksam. Am Dienstag nutzten sie allerdings eine neue Bühne:  

Im Plenarsaal des Bundestags entrollten "Fridays for Future"-Aktivisten direkt vor Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ein Plakat mit der Aufschrift "Eure Klimapolitik = Katastrophe". 

Einige der etwa 25 Aktivistinnen legten sich auf den Boden und stellten sich tot. Wolfgang Schäuble musste die Glocke läuten –"öffentliche Proteste" sind der Hausordnung zufolge im Bundestag untersagt. Während Schäuble weitersprach, blieben die Jugendlichen minutenlang am Boden liegen.