Out im Job: Folge 3

"Schwul ist auf jeden Fall noch ein häufig genutztes Schimpfwort", sagt Anne. Die 27-Jährige ist angehende Lehrerin für Sonderpädagogik und Deutsch – und queer. Vor allem Schülerinnen und Schüler an Grundschulklassen wollen erstmal wissen, warum sie als Frau nicht lange Haare trägt, bevor es überhaupt mit dem Unterricht losgehen kann. Dann heißt es erstmal aufklären. Das macht sie neben ihrem Lehramtsstudium regelmäßig, sie leitet das Aufklärungsprojekt "soorum". 

Ähnlich wie Anne möchte auch Benny Vorbild sein. Der 31-Jährige ist Mathe- und Physiklehrer an einer Hamburger Stadtteilschule, eine Art Gesamtschule, und schwul. Seit seinem Coming-out an der Schule ist er gelassener und die Beziehung zu seinen Schülerinnen und Schülern ist es auch. Inzwischen ist er der Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, die selbst noch in der Findungsphase sind oder im Elternhaus Probleme haben.

Im Video siehst du, wie die beiden mit ihrem Coming-out an der Schule umgegangen sind.


Gerechtigkeit

Wie sich ein junger Leipziger dagegen wehrt, dass die AfD historische Bilder seines Opas nutzt

1989 macht ein Fotograf eine Aufnahme in Leipzig. Dreißig Jahre später nutzt die AfD das Motiv für ihre Zwecke. Nun geht der Enkel des Fotografen dagegen vor. In einem Tweet schreibt Martin Neuhof, 34, sein Opa würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste wofür sein Bild benutzt werde.