Bild: Dan Kitwood/Getty Images

Bis 1981 waren sexuelle Handlungen zwischen Männern in Schottland verboten, für unter 21-Jährige sogar noch zwanzig Jahre länger. Tausende wurden deswegen verurteilt und bestraft. Ein neues Gesetz soll diese Männer nun begnadigen. (BBC)

Neben einvernehmlichem Sex war schwulen und bisexuellen Männern auch Küssen in der Öffentlichkeit verboten. Sogar das Ansprechen von anderen Männern an einem öffentlichen Ort konnte als Belästigung gewertet werden – und war damit ein strafbares Vergehen. Für homosexuelle Frauen galten diese Gesetze nicht.

Eingebracht hatte das Gesetz im November vergangenen Jahres die schottische Regierung. Bereits damals entschuldigte sich Regierungschefin Nicola Sturgeon bei den Männern, die als als Kriminelle verurteilt wurden, "einfach nur, weil sie einen anderen Erwachsenen liebten". Sie fügte hinzu:

Nichts, das dieses Parlament macht, kann diese Ungerechtigkeiten rückgängig machen, aber ich hoffe, diese Entschuldigung, gemeinsam mit der neuen Gesetzgebung, kann den Menschen, denen diese Ungerechtigkeiten widerfahren sind, etwas Trost spenden.

Mit dem neuen Gesetz werden die früheren Verurteilungen zwar nicht automatisch vom Vorstrafenregister gelöscht, aber die Männer können das Löschen beantragen. 

Auch in Deutschland wurden im vergangenen Jahr Tausende Urteile gegen schwule Männer aufgehoben – und Betroffene erhielten Anspruch auf Entschädigung. Bis 1994 waren in der Bundesrepublik homosexuelle Akte zwischen Männern teils strafbar. (bento)


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So viel Geld will Sachsen jungen Lehrerinnen und Lehrern zahlen, wenn sie aufs Land ziehen
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Sachsen möchte mehr junge Lehrerinnen und Lehrer für den ländlichen Raum gewinnen. Deshalb will das Land zusätzlich zum Grundbetrag von 1500 Euro eine Zulage von 1000 Euro zahlen, wenn Lehrerinnen ihren Vorbereitungsdienst auf dem Land absolvieren. Der "Anwärtersonderzuschlag" soll ab 2019 vergeben werden. Damit würden sächsische Referendarinnen und Referendare zu den bundesweit bestbezahlten gehören. (Freie Presse)