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Transgender sollen vor Diskriminierung geschützt werden.

Es ist eines der progressivsten Gesetze zur geschlechtlichen Selbstbestimmung weltweit: Pakistan will die Rechte von Transgendern ausweiten und sie vor Diskriminierung schützen. Außerdem sollen alle Menschen ihr Geschlecht selbst bestimmen dürfen – in offiziellen Dokumenten ist dann neben den Eintragungen "männlich" und "weiblich" auch "gemischt" oder "keines" möglich. (Al Djazeera)

Das betroffene Gesetz wurde vom Parlament bereits verabschiedet und muss nun noch von Präsident Mamnoon Hussain unterschrieben werden. In dem Gesetz heißt es, Transgender seien eine der am meisten benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen des Landes, die mit sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert werden. 

Schätzungen zufolge leben in Pakistan mehr als eine halbe Million Transmenschen. Viele von ihnen finden wegen ihrer Geschlechtsidentität keine Arbeit und werden zur Prostitution gezwungen oder müssen betteln, um ihr Leben zu finanzieren. (Independent

Rabia Mehmood von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sagte, das Gesetz mache Pakistan zu einem von nur wenigen Ländern weltweit, in dem die eigene Wahrnehmung der Geschlechtsidentität von Transgendern anerkannt werde. "Die Transgender-Community des Landes setzt große Hoffnungen in dieses Gesetz", sagte er Al-Djazeera. Nun komme es auch auf die Realisierung an, um sicherzustellen, dass Transmenschen in Würde und Respekt leben könnten.


Musik

Warum Spotify R. Kelly aus den Playlists streicht
"Ignition" wirst du nicht mehr im Mix der Woche finden.

Seit Donnerstag ist die Musik von R. Kelly nicht mehr in Playlists, die von Spotify erstellt wurden, zu finden. Das ist eine Konsequenz, mit der der Streaming-Dienst auf die seit Jahren wiederkehrenden Missbrauchsvorwürfe gegen den Sänger reagiert. Spotify will den RnB-Star offenbar nicht noch ausdrücklich empfehlen. 

Kann man R. Kelly also gar nicht mehr auf Spotify hören?