Bild: Unsplash/Joshua Stitt
Ab dem 1. Januar 2019 dürfen in Österreich auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten

Lange Zeit haben die österreichischen Regierungsparteien versucht, die Ehe nur Mann und Frau vorzubehalten. Doch nun mussten sich ÖVP und FPÖ geschlagen geben. Die Ehe für alle kommt auch in Österreich.

Was ist passiert?

Monatelang haben die Regierungparteien ÖVP und FPÖ einen Weg gesucht, die Ehe nur Partnerschaften zwischen Mann und Frau zu erlauben (ORF). Ohne Erfolg. Denn jetzt steht fest: Ab dem 1. Januar 2019 wird es in Österreich für alle Paare möglich sein zu heiraten.

Wie die rechtspopulistische Regierung in einer Erklärung mitteilte, werden die Parteien nicht weiter versuchen, gegen die Ehe für alle vorzugehen. Das Vorhaben der FPÖ, eine Lösung zu finden, um die Ehe Heterosexuellen vorzubehalten, sei "nicht umsetzbar", teilten die Fraktionsvorsitzenden August Wöginger (ÖVP) und Walter Rosenkranz (FPÖ) am Donnerstag mit. Die beiden Parteien hatten in den vergangenen Monaten versucht, die Ehe klar als Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu definieren und dies als Änderung in die Verfassung zu schreiben.

Wie sieht die Situation in Österreich aus?

Bisher gab es in Österreich eine echte Ehe nur zwischen Mann und Frau. Für gleichgeschlechtliche Paare gab es nur die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Dagegen hatte ein lesbisches Paar geklagt. 

Anfang Dezember 2017 hatte das höchste Gericht in Österreich, der Verfassungsgerichtshof, entschieden, dass eine Ehe, die nur zwischen Mann und Frau eingegangen werden kann, homosexuelle Paare diskriminiert und somit beschlossen, dass es ab dem 1. Januar 2019 für alle Paare möglich wird, zu heiraten. 

Welche Reaktionen gab es auf die Niederlage der Regierung?

Die Regierungsparteien selbst erklärten, sie würden weiterhin die Position vertreten, eine Ehe sei für sie eindeutig eine Partnerschaft zwischen heterosexuellen Partnern.

Die Oppositionsparteien SPÖ und NEOS feierten die Aufgabe der Regierungskoalition. SPÖ-Politiker Mario Lindner nannte die Entscheidung einen "guten Tag für die Gleichstellung in unserem Land." Dennoch betonte er, es sei traurig, dass die Regierung Monate gebraucht habe, um die zu der "simplen Erkenntnis zu gelangen, dass die Entscheidung unseres höchsten Gerichtes umzusetzen ist."


Haha

Du denkst, du bist gut in "Der Boden ist Lava"? Dann schau dir diesen Mann an

Wenn ein Freestyle-Ski-Profi mal ohne Schnee trainieren soll, muss er sich etwas einfallen lassen. Für den 20-jährigen Andri Ragettli aus der Schweiz heißt das: "Der Boden ist Lava". Nur hüpft er eben nicht wie normale Menschen zwischen zwei Sofas hin und her, sondern auf einem halsbrecherischen Parkour durch eine Sporthalle.