Bild: Facebook/Destiny Church

Ein schweres Erdbeben hat vor wenigen Tagen Neuseeland erschüttert. Zwei Menschen starben, Gebäude und Straßen wurden schwer beschädigt (bento). Bereits am Sonntagabend wusste der Bischof Brian Tamaki eine Antwort: Die "Sünder" der LGBT-Community seien für die Umweltkatastrophe verantwortlich, sagte er in einer Predigt.

Tamaki hielt die Predigt in der Destiny Church in Auckland. Ein Facebook-Video davon wurde seitdem mehr als 44.000-mal angeschaut. Jetzt haben Neuseeländer eine Petition gegen die Kirche gestartet – knapp 100.000 Unterzeichner gibt es bereits. 150.000 werden gebraucht.

Was hat Tamaki in der umstrittenen Predigt gesagt?
  • Jesus habe sein Blut gegeben, "um uns rein und richtig zu machen". Aber es gebe Menschen, die nicht richtig seien. Er meint damit Schwule und Lesben.
  • Die Natur, wie sie von Gott geschaffen wurde, antworte durch Katastrophen darauf, wenn Menschen sich versündigen. Denn sie sei "nicht erschaffen, unsere Frevel auszuhalten".
  • Speziell die Stadt Christchurch dürfe "christlich" und "Kirche" nicht im Namen tragen, schließlich gebe es dort schwule Priester.
Was fordert nun die Petition?

Die Destiny Church ist bisher von Steuern befreit. Die Unterzeichner fordern von der neuseeländischen Regierung, das zu ändern. Zudem soll die Kirche als "Hassgruppe" eingestuft werden.

Wie wird die Predigt in Neuseeland diskutiert?

Tamaki hat in einem Blogpost nachgelegt. Naturkatastrophen seien Strafen für sündiges Verhalten – und das sei nicht seine Meinung, sondern die Gottes. Anhänger solidarisieren sich mit ihm unter dem Hashtag #WeStandWithBishop. Auf Twitter wirft Tamaki den neuseeländischen Medien eine geplante Kampagne gegen ihn vor:

Andere Prediger distanzieren sich von Tamaki. Sein Blick auf die Schöpfung sei "komplett unlogisch", sagte die Pastorin Helen Jacobi dem "NZ Herald": "Gott schickt keine Strafen auf diesem Wege."

Neuseeland Premierminister John Key nannte die Predigt in einem Radio-Interview "lächerlich". Neuseeland liege in einer Region, in der es oft Erdbeben gibt: "Es hat nichts mit der Sexualität der Menschen zu tun. Das ist nur verrückt."

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