Bild: Julian Stratenschulte/ dpa
Komisch, in anderen Städten war das kein Problem.

Sie sind rot oder grün, männlich oder weiblich – und auch west- oder ostdeutsch. Ampelfiguren oder Ampelmännchen gibt es in vielen Variationen. Seit einigen Jahren installieren immer mehr Städte außerdem auch noch schwule und lesbische Pärchen. Sie sollen nicht nur den Verkehr regeln, sondern auch noch zeigen, dass sich der Betrachter oder die Betrachterin in einer toleranten und weltoffenen Stadt befindet.

Auch im liberalen Köln gab es nun die Idee, einige schwule Ampelpärchen zu installieren. 

Die Stadt Köln, so der Initiator bei der Bezirksvertretung der Innenstadt, "würde damit ein Zeichen setzen für eine offene, vielfältige, bunte und vorurteilsfreie Stadtgesellschaft". Der Zeitpunkt könnte eigentlich kaum treffender sein: Denn im kommenden Jahr jährt sich der Stonewall-Aufstand queerer Menschen in New York zum 50. Mal. Es war der Startpunkt des CSD. 

Doch aus der Idee wird wohl vorerst nichts. Denn die Stadtverwaltung lehnt den Vorschlag ab. Mit einer fragwürdigen Begründung, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet: Die Ablehnung erfolge aus Gründen der Verkehrssicherheit, so Verkehrsdezernentin Andrea Blome. Das Motiv entspräche weder der Straßenverkehrsordnung noch den Richtlinien für Lichtsignalanlagen.

Tatsächlich heißt es in der Straßenverkehrsordnung: 

„Im Lichtzeichen für zu Fuß Gehende muss das rote Sinnbild einen stehenden, das grüne einen schreitenden zu Fuß Gehenden zeigen.“

Ampelfiguren müssen laut Gesetz also Single sein

Doch in anderen deutschen Städten wie Frankfurt, Flensburg oder München war das kein wirkliches Problem. Hier hängen bereits seit Jahren schwule und lesbische Ampel-Pärchen, ohne dass es größere Konflikte gab. In Frankfurt wurden die Figuren einfach per Ausnahmegenehmigung montiert. 

Angestoßen wurden die Aktionen vor einigen Jahren in Wien. Dort wurden anlässlich des Eurovision Song Contests erstmals entsprechende Paare auf Ampeln gezeigt. Nach dem großen Zuspruch blieben sie dauerhaft in der Stadt. 


Streaming

24 Menschen, die dir erklären, wie schlecht "Dogs of Berlin" wirklich ist
"Das RTL-Nachmittagsprogramm von Netflix"

Wer wissen will, wo Berlin am dreckigsten ist, muss zum U-Bahnhof Kaiserwarte fahren. Hier treffen korrupte Polizisten, die Kurt heißen, auf junge Frauen, die den Nachnamen "Ludar" tragen. Was vielleicht komisch klingt, beschreibt in einem Satz in etwa die Handlung von "Dogs of Berlin"

Die neue Netflix-Serie – nach "Dark" erst die zweite deutsche Produktion überhaupt – startete am Freitag. Schon Monate vor dem Start sorgte "Dogs of Berlin" für viel Aufmerksamkeit, nachdem rechte Facebook-Nutzer und Twitter-Trolle ein Szenenbild der Serie als Beleg für angebliche Flüchtlingsgewalt verbreiteten (bento). 

Nun, gut ein halbes Jahr später, ist die neue Serie endlich da und die Enttäuschung bei vielen offenbar groß (hier gibt es den Trailer). Die Kritiken für "Dogs of Berlin" sind fast ausnahmslos schlecht. Von "ständiger Überinszenierung", "Klischees im Scheinwerferlicht" und einer Serie wie eine Stopfgans ("Alles rein in den Hals") ist die Rede. Gedreht wurde die Serie übrigens vom Macher der Til-Schweiger-"Tatorte", Co-Star Fahri Yardım spielt eine Hauptrolle in der neuen Produktion.

Doch ist "Dogs of Berlin" wirklich so schlecht, wie alle sagen? Diese 24 Menschen erklären es dir:

Über die Frauenrollen: