Justin Trudeau hat als erster amtierender Regierungschef Kanadas bei der Gay-Pride-Parade in Toronto für LGBT-Rechte demonstriert. Der 44-Jährige schwenkte eine kleine Regenbogen-Flagge mit dem kanadischen Ahornblatt. Bereits im vergangenen Jahr war Trudeau bei der Gay-Pride-Parade mitgelaufen – damals allerdings noch als Oppositionspolitiker.

For me, it is just another great Pride celebration. I’ve been coming to this for years and it’s sort of frustrating that it has to be a big thing.
Justin Trudeau

Am Rande der Parade erzählte Trudeau außerdem, dass sich Menschen in ganz Kanada auf ihrem Ausweis bald wahrscheinlich nicht mehr als eindeutig männlich oder weiblich bezeichnen müssen. Stattdessen soll als dritter Geschlechtsindikator auch ein "X" erlaubt sein. So sollen Intersexuelle nicht länger diskriminiert werden. Seine Regierung suche nach dem besten Weg, um die Regelung einzuführen, sagte Trudeau dem Sender CP24.

Auch in Deutschland können Eltern seit November 2013 intersexuelle Kinder ohne Angabe des Geschlechts in das Geburtenregister eintragen lassen. Kritiker bezeichnen die Regelung als "halbherzig", weil es ein "neutrales" beziehungsweise "unbestimmtes" Geschlecht juristisch weiterhin nicht gibt. Dafür setzten sich Interessenverbände ein (FAZ)

Auch in Deutschland wurde am Sonntag demonstriert – wir waren dabei:


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