Bild: Facebook/Jens Spahn

In seiner Facebook-"Sprechstunde" äußerte sich Gesundheitsminister Jens Spahn erstmals zum möglichen Verbot der sogenannten Konversionstherapien für Homosexuelle. Diese geben an, Homosexualität "heilen" zu wollen – als sei die sexuelle Orientierung eines Menschen eine Krankheit. 

Solche Therapien werden in Deutschland schon seit vielen Jahren scharf kritisiert. Erlaubt sind sie allerdings noch immer. Das könnte sich nun ändern. 

Wie steht Jens Spahn zu einem möglichen Verbot der Konversionstherapien?

Spahn sei "grundsätzlich gar nicht" gegen das Verbot. Für die Betroffenen, denen während der Therapien "irgendwas eingeredet wird", sei das eine "enorme psychische Belastung", die zu dauerhaften Problemen führe. Die Konversionstherapien seien eine "Form von Körperverletzung". Auf die Frage, wie man sie verbieten könne, habe er bisher aber keine Antwort gefunden – auch nicht von Menschen, die entsprechende Petitionen ins Leben rufen.

Warum gestaltet sich die Suche nach einer Antwort so schwierig?

  • Man müsse zunächst prüfen können, was bestimmte Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit ihren Patientinnen und Patienten besprechen, das sei natürlich schwierig.
  • Wenn jemand die sogenannten Konversionstherapien öffentlich bewerbe und das auch "offenkundig" sei, könne man agieren.
  • Wenn aber jemand "eine Praxis hat, die solche Angebote in der Therapie entwickelt und verkauft", sei es schwer, das herauszufinden und zu bemerken, weil man "die Therapiestunden ja nicht abhören" könne.

Und jetzt?

"Wer eine gute Idee hat, wie man das macht", solle ihm eine Nachricht schicken oder einen Kommentar schreiben, sagt Jens Spahn. Eure Vorschläge sind also gefragt. 

Hier könnt ihr euch das Video komplett anschauen:


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