Bild: dpa / Massimo Percossi

In Italien werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften nun endlich offiziell anerkannt. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hatte die Abstimmung darüber mit seiner politischen Karriere verknüpft – hätte das Oberhaus des Parlaments abgelehnt, wäre er zurückgetreten.

Der Senat stimmte mit 173 zu 71 Stimmen für das Gesetz. Als nächstes stimmt noch das Abgeordnetenhaus ab. Im Prinzip ähnelt die "Unione civile" der eingetragenen Partnerschaft in Deutschland. In dem katholisch geprägten Land ist die Anerkennung von Lesben und Schwulen nicht selbstverständlich. Noch Ende Januar hatten Zehntausende in Rom gegen das Vorhaben protestiert.

Auf Facebook schrieb Renzi anschließend, dass die Liebe gewonnen habe: "Die Hoffnung hat über die Angst gesiegt."

La giornata di oggi resterà nella cronaca di questa legislatura. E nella storia del nostro Paese.Abbiamo legato la...

Posted by Matteo Renzi on Thursday, February 25, 2016

In Italien können lesbische und schwule Paare auch künftig keine leiblichen Kinder des eingetragenen Partners adoptieren. Andere katholisch geprägte Länder sind da schon weiter: In Spanien, Portugal und Frankreich gibt es gleichgeschlechtliche Ehen.