Bild: Asin Boland / Marvel Studios
Zeigt eine neue Untersuchung.

Ja, es gibt Menschen, die nicht heterosexuell sind. Das, so könnte man meinen, ist längst auch in Hollywood angekommen, entsprechend sind auch die Charaktere in den beliebtesten Filmen manchmal lesbisch, schwul oder trans.

Doch eine neue Studie zeigt, dass genau das immer noch relativ selten passiert. Dem Studio Responsibility Index zufolge gibt es nur in 12,8 Prozent der Mainstream-Filme queere Rollen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil demnach noch bei 18, 4 Prozent. 

Die Zahlen werden von GLAAD seit 2012 erhoben, das ist eine Interessengemeinschaft, die sich für queere Menschen einsetzt. Seitdem war der Anteil queerer Rollen nie niedriger, zumindest laut dieser Untersuchung. Betrachtet wurden alle Filme, die sieben große Produktionsfirmen 2017 rausgebracht haben.

Die Details:

  • In 14 von 109 Filmen gab es queere Charaktere.
  • Insgesamt entsprach das 28 LGBTQ-Rollen.
  • Die meisten dieser Rollen waren schwule Männer (64 Prozent),
  • gefolgt von lesbischen Frauen (36 Prozent),
  • und Bisexuellen (14 Prozent).
  • Es gab laut Untersuchung in den 109 untersuchten Filmen keinen einzigen Trans-Charakter.
  • GlAAD hebt außerdem hervor, dass einige Filme zwar gerne Werbung mit queeren Charakteren machen, den Filmen an sich sieht man das aber bisweilen nicht an. So sei in "Thor: Ragnarok" die Szene rausgeschnitten worden, in der enthüllt wird, dass Valkyrie bisexuell ist. (Avclub

Kleiner Hoffnungsschimmer: Der Vergleich zum Vorjahr ist nicht ganz fair. Denn 2016 wurde "PopStar: Never Stop Never Stopping" veröffentlicht. Allein in dem Film wurden GLAAD zufolge 14 queere Charaktere gezeigt, ohne diesen Film wäre der Anteil schon 2016 deutlich geringer ausgefallen.


Future

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