Bild: Screenshot "The Late Show"

Für eine westliche Regierung sollte gleichgeschlechtliche Liebe im Jahr 2019 eine Selbstverständlichkeit sein. Doch in den USA unter Donald Trump ist das nicht so. 

Gegenüber Fox-News sagte Trump, dass er die Ehe für alle kritisch sieht. Eine von Obama eingeführte Regelung, wonach Transsexuellen freigestellt war, welche Toiletten und Umkleideräume sie in Schulen und Universitäten benutzen, kippte er. Sein Vizepräsident Mike Pence spricht sich sogar offen gegen Homosexuelle aus. Die umstrittene Konversionstherapie befürwortet er.

Nun machte die Schauspielerin Ellen Page in einem wütenden Appell deutlich, wie gefährlich der LGBT-Hass von Donald Trump und Mike Pence wirklich ist.

Ellen Page war bei "The Late Show" von Stephen Colbert zu Gast und empfand offenbar genügend Wut, die Politik aus dem Weißen Haus einmal grundsätzlich zu kritisieren: Denn laut Page geht es nicht nur um konservative oder liberale Sichtweisen – es geht um Menschenleben.

"Verbindet die einzelnen Punkte und begreift, was passiert", sagt sie:

„Wenn du in einer Machtposition bist und Menschen hasst und willst, dass sie leiden [...] – was glaubst du, was passiert?“
Ellen Page

Durch die homophobe Politik von Donald Trump und Mike Pence würden sich LGBT-Jugendliche ausgegrenzt fühlen, "sie werden sich umbringen", sagt Page. Gleichzeitig würden sich andere ermutigt fühlen, ihren Hass auszuleben: "Kinder werden missbraucht [...], Menschen werden auf der Straße verprügelt."

Ellen Page bezieht sich mit ihrer Wutrede auf einen konkreten Vorfall: die Prügelattacke auf Jussie Smollett.

Der Schauspieler aus der Serie "Empire" war in der Nacht zum Dienstag auf offener Straße in Chicago überfallen worden. Zwei Unbekannte sollen ihn zusammengeschlagen gehaben – mutmaßlich war ihre Tat homophob und rassistisch motiviert.

Die Täter hätten eine unbekannte chemische Substanz auf Smollett geschüttet und ihm ein Seil um den Hals gebunden, schreibt das Portal TMZ. Dabei sollen sie die "Make America Great Again"-Parole von Donald Trump gebrüllt haben: "Das ist MAGA-Land!"

Ellen Page ist selbst lesbisch und verheiratet. Sie weiß also, wovon sie spricht. In ihrer Rede geht sie auch Vizepräsident Mike Pence direkt an. Über Pence sagt sie, er wolle nicht, dass sie ihre Liebe genießen darf. Und weiter:

„Er wollte [die Ehe für alle] verbieten, er glaubt an Konversionstherapie, er hat als Gouverneur von Indiana LGBTQ-Menschen schwer verletzt.“
Ellen Page

Page sagt zwar auch, dass die LGBT-Gemeinde in den USA im Vergleich zu manch anderen Ländern ein sehr privilegiertes Leben führen könne, aber gerade deshalb dürfe der Hass aus dem Weißen Haus nicht zur Normalität werden:

„Das muss verf*ckt noch mal aufhören!“
Ellen Page

Hier kannst du dir die ganze Wutrede von Ellen Page anschauen:



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Die FDP will Wahlverwandtschaften stärken
So soll der "Zivilpakt" Menschen stärken, die nicht mit ihrer Familie leben

Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass die Bundesregierung die Ehe für alle beschlossen hat. Seitdem sind homosexuelle und heterosexuelle Paare gleichgestellt. Die FDP will nun einen Schritt weitergehen und einen sogenannten "Zivilpakt" einführen, der auch Menschen stärkt, die in keinem Verwandtschaftsverhältnis miteinander leben. Das berichtet die "Welt".

Was hat die FDP vor?

Die Liberalen wollen neben der Verwandtschaft ein zweites Rechtsinstitut für Wahlverwandtschaften einführen. Dies wäre etwa zwischen Freunden oder Nachbarn möglich, die füreinander sorgen wollen. Somit würden Verhältnisse zwischen nicht verwandten Personen die ähnliche Rechte und Pflichten bekommen, wie Ehen oder Familien.

Der Plan eines Zivilpaktes war schon Teil des Wahlprogramms der FDP zur letzten Bundestagswahl. Nun hat der Vorsitzende in Bayern, Daniel Föst, ein Papier erarbeitet, das ab Februar in den Parteigremien diskutiert werden soll.