Bild: Reuters/Rick Wilking
Dafür gesorgt haben die Bürger selbst.

"Tahdon, tahdon!" - Ja, ich will. Mit diesen Worten haben die Finnen in den vergangenen Jahren ihre Politiker vorangetrieben. Jetzt ist es soweit: Seit dem 1. März dürfen Schwule und Lesben in dem nordeuropäischen Land heiraten und Kinder adoptieren. Sie sind eherechtlich allen heterosexuellen Paaren gleichgestellt und können auch den Namen des Partners annehmen. (Tagesschau)

Wie kam es dazu?

Die Ehe für alle hat in Finnland jahrelang für Diskussionen gesorgt. Tausende gingen auf die Straße und demonstrierten für die vollständige Gleichstellung. Weil sich in einer Petition 50.000 Bürger dafür aussprachen, musste 2014 schließlich auch das Parlament über das Thema abstimmen. Eine Mehrheit der Abgeordneten unterstützte daraufhin die Eheöffnung in einer ersten Abstimmung.

Konservative verhinderten seitdem aber immer wieder, dass die Änderung in Kraft treten konnte. Mitte Februar stimmte das Parlament in einer weiteren Sitzung dann doch noch zu – damit war der Weg für die "Homoehe" frei.

Wo gibt es die Ehe für alle jetzt?

Finnland ist bereits das 13. Land in Europa, das die Ehe für alle einführt. In Osteuropa ist das Thema noch immer ein Tabu. In Westeuropa sind dagegen jetzt Deutschland, die Schweiz und Österreich die letzten Staaten, die gleichgeschlechtliche Ehen nicht erlauben.

Doch auch hier könnte sich etwas ändern: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will bei der Bundestagswahl mit dem Thema auf Stimmenfang gehen – in den Umfragen liegt er aktuell in Führung.


Gerechtigkeit

Netzwerk wirft schwulenfeindlichen deutschen YouTuber raus
Nach einem neuen Hass-Video reicht es seinem Geschäftspartner.

"Ich toleriere Schwule einfach nicht, ich akzeptiere das nicht", und "Das ist unmenschlich." - wegen solcher homophoben Aussagen in einem Video auf YouTube hat der Videoblogger und Musiker Mert Eksi seinen Geschäftspartner Divimove verloren.

Die Firma kümmert sich um die Vermarktung von Online-Promis wie Eksi und hat nun auf Facebook verkündet, "mit sofortiger Wirkung" nicht mehr mit Eksi zusammenzuarbeiten. Über Eksi schreibt Divimove in der Stellungnahme: