Bild: dpa / Annette Riedl
Zwei Fragen und Antworten zur neuen Regelung im Eheregister

Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in Deutschland seit dem 1. Oktober 2017 möglich, doch die Behörden haben eine Weile gebraucht, diese Änderung vollständig umzusetzen. Doch nun ist es vollbracht: Ab dem 1. November 2018 werden schwule und lesbische Paare endlich richtig im Eheregister erfasst. (Neue Osnabrücker Zeitung)

Wieso wurden schwule und lesbische Ehepaare bisher falsch registriert?

Es war bislang im Register nur möglich, jeweils eine "Ehefrau" und einen "Ehemann" einzutragen. Die Möglichkeit, gleichgeschlechtliche Ehepartner zu erfassen – Fehlanzeige. Stattdessen wurde einer der Eheschließenden erst mal in der falschen – nicht dem Geschlecht entsprechenden – Spalte eingetragen.

Wie sieht die Lösung der Standesämter aus?

Ab Anfang November gibt es die Option, dass beide Partnerinnen oder Partner als "Ehegatten" erfasst werden. 

Problem gelöst. Und immerhin wurde die Ehe für alle durch die vertrackte deutsche Bürokratie nicht eingeschränkt. Da ist das Jahr Wartezeit vielleicht zu verschmerzen. 

So haben wir uns damals über die Einführung der Ehe für alle gefreut:


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Gaffer filmen einen sterbenden Mann und die Polizei lässt ihren Frust in einem emotionalen Post ab

Ein Mann wird während der Fahrt bewusstlos. Mit im Auto: seine Familie. Sie schaffen es, den Wagen zum Stehen zu bringen und rufen die Rettungskräfte. Es folgt ein Kampf um das Leben des Mannes, den er am Ende verliert. Ein schrecklicher Moment. Doch auf der gegenüberliegenden Autobahnseite bremsen immer wieder Fahrzeuge, fahren langsam vorbei – und filmen die Reanimation. 

Diese Szenen haben sich an der Autobahn 44 bei Unna ereignet (SPIEGEL ONLINE). Sie machen fassungslos. Wie kann man so geschmacklos sein, fragen sich viele Menschen – und auch die Polizei selbst. Die setzte nach dem Ereignis einen langen Facebook-Post ab, in dem sie ihre Fassungslosigkeit schildert. 

Hier sind die wichtigsten Sätze aus dem Post der Polizei.

"Wir finden es nicht nur schlimm, dass man sich so an dem Leid anderer ergötzen möchte..."

"... Wir finden es noch bedenklicher, dass jenes egozentrische Verhalten auch noch dazu führt, dass man sich und andere Verkehrsteilnehmer dadurch in Lebensgefahr bringt", schreibt die Polizei. Was genau sie mit letzterem meint, erklärt sie direkt danach:

"Wer sein Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen einer Autobahn so weit herunterbremst, dass man möglichst gut das Leid von anderen filmen kann, handelt bewusst genauso."

Die Beamtinnen und Beamten verurteilen, dass die passierenden Autos vorbeischlichen, um den Rettungseinsatz zu filmen. Und sie wollen die Täter nicht davon kommen lassen:

"Daher haben die Kollegen vor Ort auch konsequent Bilder von diesen Fahrzeugführern gemacht, die in Kürze Post zu erwarten haben."

Gegen die Personen werde ein Straf- beziehungsweise Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Polizei veröffentlichte unkenntlich gemachte Bilder der Gaffer in einer Pressemitteilung.

Hier kannst du den kompletten Facebook-Post lesen: