Merkel stimmt dagegen

E

s ist soweit: Die Ehe für alle ist da. Der Bundestag hat dem Gesetz zugestimmt. 393 Abgeordnete stimmten dafür, 226 dagegen, es gab vier Enthaltungen. 

Eine Mehrheit der CDU stimmte mit Nein, darunter Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière. Merkel sagte, die gleichgeschlechtliche Ehe sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. "Die Ehe im Grundgesetz ist die Ehe von Mann und Frau". Dennoch sei sie dafür, das auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren könnten. 

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der nicht im Bundestag sitzt, twitterte: 

So verlief die Debatte:
  • Kathrin Göring-Eckardt bedankt sich bei ihrem Parteikollegen Volker Beck, der jahrelang mit der Causa "genervt" habe: "Danke Volker, das ist dein Lebenswerk!"
  • Beck selbst bezeichnete den Tag als einen historischen. "Schwule und Lesben sind Menschen mit gleichen Rechten. Daraus folgt: Die Ehe für alle muss kommen, denn alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung."

  • Thomas Oppermann (SPD): "Wenn die Ehe für alle kommt, wird vielen etwas gegeben, aber niemandem etwas genommen."
  • Der CDU-Unionsfraktionschef Volker Kauder sagt, dass er persönlich immer noch gegen die Ehe für alle ist. Auch das sei seine "Gewissensentscheidung".
(Bild: Amanda Wignell Photography /dpa)
  • Dietmar Bartsch von den Linken: Die Ehe für alle sei der Erfolg des Kampfes vieler Aktivistinnen und Aktivisten. Ihnen gratulierte Bartsch. 
  • Die fraktionslose Erika Steinbach (früher CDU) hält die Ehe für alle für eine überstürzte Entscheidung. Sie bekommt Applaus, als sie sagt, das sei ihre letzte Rede im Bundestag.
  • Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs rastet am Pult aus. Er nennt Merkels taktisch motivierten Schritt "erbärmlich". Die CDU/CSU habe die Abstimmung jahrelang verhindert.

Justizminister Heiko Maas mit einer Botschaft an Merkel:


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Trump beschimpft TV-Moderatorin, die schlägt zurück

Donald Trump hatte am Donnerstag vor allem ein Feindbild: die TV-Moderatorin Mika Brzezinski. 

Auf seinem favorisierten Beleidigungskanal Twitter bezeichnete Trump die Journalistin als die "verrückte Mika mit dem niedrigen IQ". Damit nicht genug: Brzezinski habe außerdem vor einigen Monaten bei einem Besuch in seinem Golfclub Mar-a-Lago als Folge einer Schönheits-OP "schlimm" im Gesicht geblutet.