Der Elfjährige wird gehasst – und gefeiert!

Im regenbogenfarben Tutu und goldener Glitzerkappe tanzt der elfjährige Desmond durch die Straßen von New York. Er wirkt ausgelassen, die Zuschauer bejubeln ihn. Das Video, das ihn so zeigt, wurde bei der Pride Parade 2015 aufgenommen. Es machte das Drag-Kind Desmond zum Internet-Star.

Mit zwei Jahren sah der Junge im Fernsehen zum ersten Mal Drag-Queens – und wählte die schillernden Personen zu seinen Vorbildern. Mutter Wendy und Vater Andrew waren über das Verhalten ihres Sohnes amüsiert, hielten es zunächst für kindliches Ausprobieren. 

Er sah Drag-Queens als seine Idole, wie andere Kinder vielleicht Prinzessinnen oder Clowns.
Wendy Napoles (Desmonds Mutter)

Als Desmond sich jedoch mit sechs Jahren noch immer am liebsten möglichst bunt und schrill kleidete, wussten seine Eltern nicht mehr, wie sie damit umgehen sollten. Sollte sie ihn in eine normale Schule gehen lassen? Ihn dem Spott der Mitschüler aussetzen? 

Sie suchten die Hilfe eines Therapeuten. Der riet ihnen: Desmonds Vorlieben weder explizit zu fördern oder ihn darin zu ermuntern, noch, sie zu unterdrücken.

Ich unterstütze ihn insoweit bei seinen Interessen, wie andere Mütter es zum Beispiel mit ihren Söhnen tun, die einer Sportart nachgehen. Aber ich achte darauf, dass seine Kleidung kindgerecht ist.
Wendy Napoles (Desmonds Mutter)

Doch immer wieder müssen Desmond und seine Eltern sich mit negativen Reaktionen auf seine schrillen Auftritte auseinandersetzen, im Netz, auf der Straße. 

Mutter Wendy kann ihr Kind nur zu einem gewissen Grad schützen: Je älter Desmond wird, desto stärker nimmt er die Reaktionen anderer Menschen wahr, sowohl die von Kindern als auch von Erwachsenen.

Was er zu diesen Menschen sagt und wen er über seine Auftritte im Netz noch erreicht, siehst du im Video. 


Gerechtigkeit

Italien will wieder Flüchtlinge von EU-Marineschiffen aufnehmen
Es geht um Tausende Menschenleben – vier Fragen und Antworten zum Einsatz.

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Was ist neu?

Italien nimmt wieder Schiffe der EU-Marinemission "Sophia" mit aus dem Meer geretteten Flüchtlingen auf. Zumindest für eine Übergangszeit von fünf Wochen. Bis dahin solle die Mission neu ausgerichtet werden, sagte der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi am Montag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Berlin. Zuvor hatte die EU die Schiffe angewiesen, sich aus dem Einsatzgebiet zurückzuziehen und in Häfen einzulaufen. (bento)