Bild: dpa
Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit dem YouTuber.

Firas Alshater kommt aus Damaskus. Und lebt in Berlin. So verschieden beide Städte auch sind, für Deutschland sind gerade beide wichtig. Es geht um die Frage, wie man Geflüchteten aus Syrien Schutz bieten kann – und was Geflüchtete tun müssen, um hier eine neue Heimat zu finden.

Firas hat Antworten. Der 27-jährige Filmemacher hat das erste Jahr im syrischen Bürgerkrieg hautnah miterlebt, Gräueltaten des Regimes dokumentiert, Proteste gegen Diktator Baschar al-Assad organisiert. Dann floh er nach Deutschland und baute hier den YouTube-Kanal "Zukar" auf. 

In witzigen Webvideos gibt er nun Geflüchteten Tipps, wie sie diese Deutschen besser verstehen lernen – und erklärt Deutschen, wie eigentlich diese Geflüchteten ticken. Es ist Integration auf die entspannte Art.

Wir haben mit Firas Alshater über seine neuen Vorhaben für 2019 gesprochen. 

(Bild: dpa / bento)

Was war dein größter Erfolg im vergangenen Jahr? 

Ich habe ein Buch geschrieben! Okay, eigentlich schon mein zweites. Es heißt "Versteh einer die Deutschen" und darin schreibe ich darüber, wie ich dieses wunderwunderschöne Land bereise und entdecke. Ich durfte so viele Orte besuchen und mehr über die deutsche Kultur lernen. Das wollte ich an all die anderen Nicht-so-Deutschen weitergeben – damit wir uns alle besser verstehen. 

Welche Herausforderung gab es dabei – und wie hast du sie gemeistert?

Ich bin ja eigentlich Filmemacher. Videos zu drehen fällt mir leicht – ein Buch schreiben ist da schon etwas anderes. Das ist nicht immer so leicht, gerade weil ich ja auch über Probleme schreibe, die es zwischen Deutschen und Ausländern gibt. 

Aber es gibt einen Weg: Betrachte einfach alles mit Humor! 

Was ist dein persönlicher Wunsch für 2019? 

Es muss weiter nach vorne gehen! Ich will vor allem wieder mehr Videos drehen. Das ist momentan schwierig, denn von Videos allein kann man eigentlich nicht leben. Aber ich merke, dass ich so am besten Geflüchtete und Deutsche zusammenbringen kann – das ist wie eine Brücke, die ich baue und über die Menschen dann zusammenfinden. Wenn ich mit "Zukar" weitermachen kann, wäre es das Größte.

Was brauchst du, um deine Ideen umzusetzen?

Ich selbst habe ein Motto, das mir schon in vielen Situationen geholfen hat: "Lachen, lachen, lachen!" Wenn andere das auch so machen, dann bin ich schon glücklich.

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