Der erste Kanal geht aus Protest zu PornHub.

Der YouTube-Kanal "InRange TV" zeigt Videos, in denen wild geschossen wird. Handfeuerwaffen und Maschinengewehre werden im Gelände getestet, dazu fachsimpeln die Schützen, wie viel Wumms hinter den Waffen steckt. Seit September 2015 gibt es den Kanal, 143.000 Abonnenten hat er bislang gesammelt. 

Doch damit soll nun Schluss sein – denn "InRange TV" will künftig auf der Pornoseite PornHub seine Waffentests zeigen.

Der Grund: Die Macher des Kanals fühlen sich von YouTube zensiert.

Die Videoplattform hat kürzlich ihre Nutzungsrichtlinien geändert. Ab April verbietet YouTube Videos, die Waffen bewerben oder Nutzern erklären, wie man Waffen umbauen kann, um sie gefährlicher zu machen. (YouTube)

"InRange TV" veröffentlichte nun ein Statement, das vor den geplanten Änderungen warnte. YouTubes "einseitige Waffenpolitik" mache deutlich, dass die Plattform "kein sicherer Hafen für Meinungsvielfalt mehr ist". PornHub hingegen habe eine "Geschichte als engagierte Stimme im Netz".

Die Ansage zeigt, dass die Debatte um Waffengewalt in den USA immer absurdere Züge annimmt.

Nach dem jüngsten Amoklauf in Parkland in Florida gehen immer mehr junge Amerikaner auf die Straße – für Samstag ist eine große Demo in Washington geplant. Die jungen Menschen wollen schärfere Waffengesetze und ein Umdenken in der Politik erreichen. Doch der Wind wird schärfer: In letzter Zeit machen auch Waffen-Lobbyisten verstärkt gegen die Jugendlichen Stimmung.


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